Tradition–GegenwartZeitraum
4Choreographien
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Über das Thema
Unter Handlungsballett versteht man grundsätzlich jene Tanzstücke, die – zumeist auf der Grundlage eines Librettos – eine Geschichte erzählen. Zu ihnen gehören viele große Werke der Ballettliteratur wie „Schwanensee“, „Coppelia“ oder „Giselle“. Bedienten sich die Librettisten zunächst einer linearen Erzählform, die in ihrem Aufbau stark an der Oper orientiert war, nutzen moderne Handlungsballette zunehmend komplexere Erzählstrukturen, spielen mit Überblendungen, Reprisen und Umkehrungen. Die ursprüngliche Orientierung an einer Einheit von Ort und Zeit wird mehr und mehr zugunsten einer collagierenden Technik aufgegeben. Es sind vor allem die in einer Weiterentwicklung des klassischen Balletts arbeitenden Choreographen, die sich der Form des H. bedienen, unter ihnen John Cranko, John Neumeier, Tom Schilling und Uwe Scholz. Aber auch Pina Bausch folgt in ihren Choreographien der Gluck-Opern „Iphigenie auf Tauris“ und „Orpheus und Eurydike“ einem Handlungsfaden. Aufgesplittet in facettenreich montierte Bildsequenzen reflektiert auch Johann Kresnik in seinen choreographierten Künstler-Biographien auf die Form des Handlungsballetts, trägt dabei jedoch einer völlig veränderten, neuzeitlichen Wahrnehmung Rechnung. (Norbert Servos)Choreographien
- 1985 Othello (John Neumeier)
- 1969 Der Widerspenstigen Zähmung (John Cranko)
- 1962 Romeo und Julia (John Cranko)
- 1946 Petruschka (Tatjana Gsovsky)
Menschen und Verbindungen

Person
Egon Madsen

Person
Gigi Hyatt

Person
Heinz Spoerli

Person
John Cranko

Person
John Neumeier

Person
Marcia Haydée

Person
Richard Cragun

Person
Tatjana Gsovsky

Person
Tom Schilling
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