Über das Werk
Choreographie: Tatjana Gsovsky; Premieretheater: Deutsche Staatsoper Berlin Unter den Linden, 1946
Petruschka, Ballerina, Mohr – das sind die drei Hauptfiguren des Balletts “Petruschka”, das 1911 von den Ballets Russes uraufgeführt wurde. Die Dreiecksgeschichte – Petruschka liebt die Ballerina, die ihrerseits den Mohren anhimmelt, worauf es zum Streit zwischen den beiden Männern kommt – mit dem unglücklichen Ende, wenn der Mohr Petruschka erdolcht, changiert zwischen einer Welt der Puppen und einer “realen” Welt und verleiht so der Handlung eine zusätzliche originelle Facette. 1946 choreographierte Tatjana Gsovsky das Ballett an der Deutschen Staatsoper im damaligen Ostteil Berlins und knüpfte damit in doppeltem Sinne an die Bühnentanztradition der Weimarer Republik an. Zum einen hatte “Petruschka” in den zwanziger Jahren zu den beliebtesten Balletten aus der Zeit der Ballets Russes gehört, was nicht zuletzt wohl mit Igor Strawinsky farbenprächtiger Musik zu tun hat, zum anderen vermengte Tatjana Gsovsky erfolgreich ausdruckstänzerische Gestik und Bewegungselemente mit dem klassischen Erbe. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Tatjana Gsovsky
Diese Seite enthält aus urheberrechtlichen Gründen nur eine kleine oder keine Auswahl an Videos.
Der vollständige Beitrag ist nach einer Registrierung im Mediawiki zu sehen.


