37Choreografien
2Filme
7Videosequenzen
1Archivbilder
Biografie
Scholz, wurde an der „School of American Ballet“ in New York und an der John-Cranko-Schule in Stuttgart ausgebildet. Schon in dieser Zeit begann er Einakter für die „Noverre – Gesellschaft“ zu choreografieren. 1980 wurde er Tänzer beim „Stuttgarter Ballett“ und im gleichen Jahr begann er für das Ensemble zu choreografieren. 1982 wurde er zum ersten ständigen Choreografen des „Stuttgartern Balletts“ ernannt. 1984 bis 1991 war er – als jüngster Leiter eines europäischen Tanzensembles – am „Opernhaus Zürich“ engagiert. 1991 wurde er Ballettdirektor an der Oper in Leipzig, wo er die Kompanie zu einem internationalen Ensemble mit Tänzern aus aller Welt machte. Von 1991 bis zu seinem Tod 2004 war er Chef – Choreograf der „Oper Leipzig“. 1993 wurde er zum Professor an der „Hochschule für Musik und Theater Leipzig“ ernannt. Er war einer der Gründungsmitglieder der „Freien Akademie der Künste zu Leipzig“. Scholz‘ bekannteste Choreografien sind für großes Ensemble, zu sakraler oder sinfonischer Musik, zu Beethovens Siebter oder Anton Bruckners Achter Symphonie oder Joseph Haydns „Die Schöpfung“ choreografiert. 1992 schuf er „Pax questuosa“ zur Musik von Udo Zimmermann, den er 1998 durch das Duett „Dans la marche“ ergänzte – zwei Tänzerinnen erstarren augenblicklich, wenn die riesigen Lampen über einem verdrahteten Lager ihr brutales, beängstigendes Licht ausstrahlen. Für Scholz, der in den 1980er Jahren aus dem Stuttgarter Ensemble hervorgegangen war, bot die Musik Inspiration und Energiequelle. In der Abstrakten Malerei holte er sich Anregungen für seine Bühnengestaltungen, so bei Wassily Kandinsky und bei Vertretern des „Action Painting“, wie Willem de Kooning und Morris Louis. Er arbeitete 1983 bis zu seinem Lebensende 2004 mit der bildenden Künstlerin rosalie (1953-2017) zusammen. Scholz erhielt 1987 die „Omaggio Alla Danza“, 1996 das „Bundesverdienstkreuz am Bande“, 1998 den „Bayrischen Theaterpreis“ der Sparte Tanz und 1999 den „Deutschen Tanzpreis“. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)Lebensstationen
- 1980
Stuttgarter Ballett
Eintritt als Tänzer ins Stuttgarter Ballett und Beginn choreografischer Arbeiten für das Ensemble.
- 1982
Ständiger Choreograf
Ernennung zum ersten ständigen Choreografen des Stuttgarter Balletts.
- 1984–1991
Opernhaus Zürich
Leitung des Balletts am Opernhaus Zürich.
- 1991
Oper Leipzig
Ballettdirektor und Chefchoreograf der Oper Leipzig.
- 1993
Professur in Leipzig
Berufung zum Professor an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig.
- 1999
Deutscher Tanzpreis
Auszeichnung mit dem Deutschen Tanzpreis.
- 2004
Tod
Ende seiner Tätigkeit als Chefchoreograf der Oper Leipzig.
Choreografien
- 2004 L’Oiseau de feu (Bühne rosalie)
- 2001 Scholz Notizen 1 (Bühne rosalie)
- 2001 Bruckner Sinfonie Nr. 8 (Uwe Scholz)
- 1998 Große Messe (Musik Mozart, Pärt u. a.)
- 1998 Dans la Marche (Musik Zimmermann)
- 1997 Die Zauberflöte
- 1997 Suite Nr. 2 für 2 Klaviere (Bühne nach Wassily Kandinsky)
- 1996 Der wunderbare Mandarin (Musik Bartók)
- 1996 Bach Kreationen (Bach)
- 1995 Amerika (Uwe Scholz)
- 1994 Scènes de Ballet, Feuervogel (Strawinsky)
- 1994 America (Gershwin, Ives)
- 1993 Symphonie fantastique (Uwe Scholz)
- 1993 Sinfonie in drei Sätzen (Bühne rosalie)
- 1993 Die tausend Grüße (Bühne rosalie)
- 1993 Khamma (Bühne rosalie)
- 1992 Pax Questuosa (Uwe Scholz)
- 1991 Siebte Sinfonie (Uwe Scholz)
- 1989 Wagner (Uwe Scholz)
- 1988 Rot und Schwarz (Uwe Scholz)
- 1987 Oktett (Mendelssohn)
- 1986 Die 100 Grüße (Musik Schumann)
- 1986 Toccata (Bühne rosalie, Musik Chavetz)
- 1986 Klavierkonzert Es-Dur (Uwe Scholz)
- 1985 Die Schöpfung (Uwe Scholz)
- 1984 prisme4 (Bühne rosalie)
- 1984 Stabat Mater (Bühne rosalie. Musik Pergolesi)
- 1984 tausenflügler. Ein Gemälde (Bühne rosalie, Musik Strawinsky)
- 1984 Quasi Presto (Bühne rosalie)
- 1983 variation-1 (Uwe Scholz)
- 1982 Konzert für Klarinette und Bläser (Musik Strawinsky)
- 1982 Air (Bach)
- 1980 Schäferspiele (Musik Mozart)
- 1980 Das Mächen (Musik Richard Strauss)
- 1979 Das Urteil des Paris (Musik Richard Strauss)
- 1978 Hommage à Cranko (Musik Webern)
- 1977 Serenade 5 + 1 (Musik Mozart)
Filme und Dokumente
2. Tele-Tanzjournal
1995
1. Tele-Tanzjournal
1994
Literatur und Weblinks
- Nadja Kadel / Kati Burchart (Hrsg.): „Zeitsprünge. Leaps in Time. Uwe Scholz”, Berlin 2013.
- Lothar Wittke: „Leipziger Ballett. 10 Jahre Uwe Scholz“, Heidelberg 2001.
Diese Seite enthält aus urheberrechtlichen Gründen nur eine kleine oder keine Auswahl an Videos.
Der vollständige Beitrag ist nach einer Registrierung im Mediawiki zu sehen.


