Über das Werk
Choreographie: VA Wölfl. Premiereensemble: NEUER TANZ, 2001
Zwei Damen in glitzernden Kleidern und hochhackigen Schuhen spielen auf elektrischen Klavieren und singen dazu eine Tonfolge, die nach ein paar Tönen abbricht. Das wiederholt sich eine Zeit lang permanent. Abbruch, Einfrieren, Dunkelheit. Die Aktionen der Tänzerinnen und Tänzer, ihr Singen, ihr Gehen und ihre gestischen Bewegungen im Raum sind in “Greenspans Aktentasche” von VA Wölfl wie Coiti interrupti. Und bisweilen auch in die Zeitlupe gedehnt, wenn zwei Akteure in Sprinterpose ein aus Neonröhren gebildetes Kreuz allmählich durch den Raum wandern lassen. Der weiß ausgeschlagene Raum glüht in intensiven Farben auf, monochrom oder im Spektralrausch. Dazu hört man Orgelbrausen, die Tonspur aus Filmen, das Dröhnen eines Hubschraubers. Es schärft die Sinne für das, was sich im Raum ereignet – an Begegnungen, an Bewegung, an Klänge, an Hell und Dunkel – und was sich daran verändert. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

VA Wölfl
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