Über das Werk
[alphasystem 04]; Choreographie: Jo Fabian; Premieretheater: Theater am Halleschen Ufer, 2000
Eine in vier Leinwände unterteilte Projektionsfläche bildet den Bühnenhintergund. Wolken ziehen vorbei, Wellen kräuseln sich, einen Lidschlag lang zuckt ein Auge auf, dann wieder Farbflächen. Vier Tänzerinnen im schwarzen Mantelkleid exerzieren synchrone Schritte, wiederholen sie unaufhaltsam, erweitern sie minimalistisch und intensivieren sie. Äußerst präzise. Auf diese Weise etablieren sie Muster und Abweichungen. Eine Tänzerin ist das Abbild der anderen, mit Pumps an den Füßen und wasserstoffblonder Perücke auf dem Kopf. Jo Fabians „LightHouse. [alphasystem 04]“ aus dem Jahr 2000 führt sein »Alphasystem« fort, in dem jedem Buchstaben des Alphabets (das auch auf die Leinwand projiziert wird) eine Bewegungssequenz entspricht. Dazu ertönt Vogelgezwitscher, Musik von Philip Glass, Sprache in der Soundcollage von Ralf Krause oder ohrenbetäubender Punkrock. Im Spiel von Projektion, Licht und Schatten entsteht ein Sog, in dem Farbflächen, Bilder, tanzende Schatten einander ablösen. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen
Jo Fabian
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