Romeo und Julia

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Romeo und Julia

Choreographie: John Cranko. Premiereensemble: Stuttgarter Ballett (Stuttgarter Ballett), 1962

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Über das Werk

Choreographie: John Cranko. Premiereensemble: Stuttgarter Ballett (Stuttgarter Ballett), 1962

Gleich zweimal hat John Cranko den Stoff von William Shakespeares „Romeo und Julia“ und die Musik von Sergei Prokofjew aufgenommen. Am Ort der dargestellten Welt, in Verona, präsentierte Cranko bereits 1958 eine erste Fassung, doch ungleich populärer wurde seine zweite, 1962 für das Stuttgarter Ballett entstandene Version. Gegenüber dem von Leonid Lawrowski 1940 in Leningrad herausgebrachten Ballett hat Cranko die Dramaturgie verändert. Er konzentriert sich auf den Kontrast zwischen Liebe und Hass, ausgelassener Fröhlichkeit und jähem gewaltsamem Tod. Beides kann sogar nebeneinander existieren, wenn die Clowns in der Karnevalsszene den Todeskampf des im Kampf mit Tybalt tödlich verwundeten Mercutio auf groteske Weise spiegeln. Die Pas de deux von Julia und Romeo sind von höchster Virtuosität, ihr beider Tod ist bei Cranko nicht vom Scheitern der List Bruder Lorenzos motiviert. Ebenfalls abweichend von anderen Interpretationen verzichtet Cranko am Schluss auf die Versöhnung zwischen den verfeindeten Familien Montague und Capulet. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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