Über das Werk
Choreographie: Susanne Linke; Premieretheater: Forum Leverkusen, 1991
Nicht als soziales Konglomerat oder geopolitisches Konstrukt, so der Kulturwissenschaftler Kay Kirchmann, komme das Ruhrgebiet in Susanne Linkes 1991 entstandenem Stück “Ruhr-Ort” vor, sondern als Zeichensystem. Es handelt sich um eine Welt unter Tage, die Welt der Stahlarbeiter, die Welt der Männer mit Vorschlaghämmern, die Hartes weich klopfen. Es ist eine Welt, in der ständig Transformationen stattfinden. Eine Stahlplatte, die anfangs aufrecht stand, fällt um. Gleißendes Licht blendet das Publkum. Die Männer schlagen auf die Platte ein, bis sie formbar wird, mit schweren Stiefeln laufen die Tänzer auf ihr herum. Sie tragen Stahlblöcke wie Babies im Arm, stellen sie wie zu Grabsteinen auf. Mal stehen sie nackt unter der Dusche, bis auf einen, den Tänzer Urs Dietrich, der bereits zu Beginn von “Ruhr-Ort” mit nacktem Rücken, über den lange Haare fallen, langsam die im Dämmer liegende Bühne von Frank Leimbach querte und so visuell einen anderen Ton anschlug in dem von metallischem Schlägen der Soundcollage von Ludger Brümmer erfüllten Raum. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen
Diese Seite enthält aus urheberrechtlichen Gründen nur eine kleine oder keine Auswahl an Videos.
Der vollständige Beitrag ist nach einer Registrierung im Mediawiki zu sehen.



