Susanne Linke

Personen · Tanzlexikon

Susanne Linke

Choreografin · Tänzerin · Tanzpädagogin

* 1944 in Lüneburg

Susanne Linke gehört zu den prägendsten Vertreterinnen des deutschen Tanztheaters und verbindet biografische Erfahrung mit einer unverwechselbaren Bewegungssprache.

51Choreografien
21Filme
64Videosequenzen
47Archivbilder

Biografie

Linke entschied sich nach einer Begegnung mit Dore Hoyer am Schauspielhaus Frankfurt am Main, den Tanz zu ihrem Beruf zu machen. Ab 1964 absolvierte sie eine Ausbildung bei Mary Wigman in Berlin und an der „Folkwang Hochschule“ unter Leitung von Kurt Jooss in Essen.

Unterstützt von Pina Bausch tanzte sie von 1970 bis 1973 im von Bausch geleiteten Folkwang Tanzstudio und im Rotterdam Dans Center. Von 1975 bis 1985 leitete Linke das Folkwang Tanzstudio gemeinsam mit Reinhild Hoffmann. 1970 begann sie zu choreografieren; seit 1981 tourte sie mit Solowerken wie „Flut“ und Gruppenarbeiten wie „Ruhr-Ort“.

Sie schuf Stücke für die José Limón Company in New York, die Opéra de Paris und das Nederlands Dans Theater. 1987 zeigte sie ihre Interpretation von vier Choreografien aus Dore Hoyers „Affectos Humanos“-Zyklus von 1962.

1994 gründete Nele Hertling mit ihr die Company Susanne Linke am Hebbel-Theater Berlin. Von 1994 bis 2000 leitete Linke das Tanztheater Bremen, zeitweise gemeinsam mit Urs Dietrich. Dort baute sie eine neue Kompanie auf und entwickelte ihr bekanntes Werk „Im Bade Wannen“. 1999 entstand mit Reinhild Hoffmann das Duett „Über Kreuz“, das die unterschiedlichen Wurzeln ihrer Bewegungsansätze offenlegte.

Susanne Linke unterrichtet und choreografiert weiterhin weltweit. 1985 erhielt sie den Deutschen Kritikerpreis und 2016 den Jeijo-und-Gisela-Hangen-Preis in Koblenz. Seit 2004 ist sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1944

    Geburt in Lüneburg

    Susanne Linke wird am 19. Juni 1944 geboren.

  2. 1964

    Ausbildung bei Mary Wigman

    Beginn der Tanzausbildung in Berlin, später Studium an der Folkwangschule in Essen.

  3. 1970

    Folkwang Tanzstudio

    Linke tanzt unter der Leitung von Pina Bausch und beginnt selbst zu choreografieren.

  4. 1975

    Leitung des Tanzstudios

    Gemeinsam mit Reinhild Hoffmann leitet sie das Folkwang Tanzstudio.

  5. 1981

    Internationale Solokarriere

    Mit „Flut“ und weiteren Solowerken tourt Linke international.

  6. 1985

    Deutscher Kritikerpreis

    Auszeichnung für ihr künstlerisches Schaffen.

  7. 1994

    Tanztheater Bremen

    Linke übernimmt die Leitung und baut eine neue Kompanie auf.

  8. 2004

    Akademie der Künste

    Aufnahme als Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Ausgewählte Bühnenwerke

Im Bade Wannen

1980 Solo von Susanne Linke

Ruhr-Ort

1991 Gruppenarbeit von Susanne Linke

Flut

1981 Solo von Susanne Linke

Choreografien

  • 2007 Schritte verfolgen Rekonstruktion und Weitergabe (Ausstattung VA Wölfl)
  • 2004 Extreme Beauty
  • 2003 Tanz-Dis-tanz (Urs Dietrich; Susanne Linke)
  • 2003 Akut (Susanne Linke)
  • 1999 Le Coq est mort (Susanne Linke)
  • 1999 H2O Pentisilea Ping! (nach Heinrich v. Kleist) (Susanne Linke)
  • 1999 Über Kreuz (Reinhild Hoffmann; Susanne Linke)
  • 1998 Es wird schon… Honeymoon in Paraguay (Susanne Linke)
  • 1998 Durch………! (Susanne Linke)
  • 1997 La Chute / Verstrickungen (Susanne Linke)
  • 1996 Heiße Luft (Susanne Linke)
  • 1996 Hamletszenen (Susanne Linke)
  • 1995 Märkische Landschaft (Susanne Linke)
  • 1994 Amasti mai? (Susanne Linke)
  • 1994 Carte Blanche für S.L. (Susanne Linke)
  • 1993 Dialog mit G.B. [Teil 1] (Susanne Linke)
  • 1993 Tu – Wa – Ga (Susanne Linke)
  • 1992 Tristan und Isolde (Susanne Linke)
  • 1991 Ruhr-Ort (Susanne Linke)
  • 1990 Effekte (Susanne Linke; Susanne Linke)
  • 1988 Affekte (Urs Dietrich; Susanne Linke)
  • 1988 Jardin Cour (Susanne Linke)
  • 1987 Dolor (Susanne Linke)
  • 1986 Affectos Humanos (Susanne Linke)
  • 1986 Also Egmont, bitte! (Susanne Linke)
  • 1985 Schritte verfolgen (über ihre Kindheit, mit VA Wölfl)
  • 1983 Orient – Okzident (Susanne Linke)
  • 1983 Am Reigenplatz (Susanne Linke)
  • 1982 Wir können nicht alle nur Schwäne sein (Susanne Linke)
  • 1982 Es schwant (Susanne Linke)
  • 1981 Flut (Susanne Linke)
  • 1981 Frauenballett (Susanne Linke)
  • 1980 Im Bade Wannen (Susanne Linke)
  • 1980 WoWerWieWas (Susanne Linke)
  • 1978 Ballade (Susanne Linke)
  • 1978 L´Histoire obscure (Susanne Linke)
  • 1978 Die Nächste bitte (Susanne Linke)
  • 1978 Wandlungen (Susanne Linke)
  • 1978 Der Tod und das Mädchen (Susanne Linke)
  • 1977 Satie (Susanne Linke)
  • 1977 Warten Sie auch? (Susanne Linke)
  • 1977 Ach Unsinn (Susanne Linke)
  • 1976 De la nuit à l´aube (Susanne Linke)
  • 1975 Puppe (Susanne Linke)
  • 1975 Trop Tard (Susanne Linke)
  • 1975 Danse funèbre (Susanne Linke)
  • 1973 Habe die Ehre….zum Ball (Susanne Linke)
  • 1971 Trio (Susanne Linke)
  • 1970 Mono (Susanne Linke)
  • Irrititationen (Susanne Linke)
  • Kaja (Susanne Linke)

Filme und Dokumente

Kein Bild

Tanzender Stahl

2022

Kein Bild

Tanz im Film: Ruhr-Ort

2006

Kein Bild

Tanz unterwegs: Susanne Linke, 4 Soli

2005

Kein Bild

Tanz im Film: Flut

2005

Kein Bild

Tanz unterwegs: Susanne Linke, Vol. 1

2005

Kein Bild

Tanz unterwegs: Susanne Linke, Vol. 2

2005

Kein Bild

Tanz im Film: Tanz-Dis-tanz

2003

Kein Bild

Beweg-Gründe (arte)

2001

Kein Bild

Bewegte Spuren

2001

Kein Bild

Folkwang Tanz

1993

Kein Bild

Susanne Linke Portrait

1991

Kein Bild

Tanz im Film: Schritte verfolgen

1985

Kein Bild

Mary Wigman

1966

Archivbilder

Menschen und Verbindungen

Porträt von Mary Wigman
Lehrerin und Wegbereiterin

Mary Wigman

Linke begann 1964 ihre Tanzausbildung bei Mary Wigman in Berlin.

Porträt von Kurt Jooss
Lehrer an der Folkwangschule

Kurt Jooss

An der Folkwangschule studierte Linke unter der Leitung von Kurt Jooss.

Porträt von Pina Bausch
Choreografin und Förderin

Pina Bausch

Pina Bausch unterstützte Linke und engagierte sie im Folkwang Tanzstudio.

Urs Dietrich in einer Bühnenaufnahme
Tänzer und choreografischer Partner

Urs Dietrich

Linke arbeitete mit Urs Dietrich in Bremen und in mehreren gemeinsamen Choreografien.

Literatur und Weblinks

  • * Schlicher, Susanne: Tanztheater, Hamburg 1987.
  • Servos, Norbert: Schritte verfolgen, München 2005.

Internetseite Susanne Linke

Artikel in der Wikipedia

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