31Choreografien
6Filme
22Videosequenzen
1Archivbilder
Biografie
Huber studierte 1985 bis 1988 Tanz am „CH-tanztheater“ und war bei einer Feldenkreis-Lehrerin in Zürich. Bis 1991 tanzte sie in der Schweiz, Deutschland und Österreich sowie am „Staatsheater Cottbus“. Dann sammelte sie weitere Erfahrungen bei Choreografen wie Susanne Linke, Julyen Hamilton, Kazuo Ohno, Mark Tompkins, Saburo Teshigawara und Meg Stuart. Sie arbeitete mit Jo Fabian und Helena Waldmann zusammen. Seit 1993 forscht sie in Soli und Duos im Zusammenspiel verschiedener Kunstformen gründlich über den Körper und seine Bewegungen im Bezug zum umgebenden Raum. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch Präzision und Schlichtheit aus. Ihre Bewegungen wirken zerbrechlich, sind aber von großer Klarheit. Wiederholt stellte sie in ihren choreografischen Kompositionen eine von ihr imaginierte innere Körperarchitektur in Beziehung zu Struktur und Material eines gebauten Raumes. Der Bezug zum Raum mit seinen Richtungen, Energien, Qualitäten, Strukturen und Formen ist in ihren Performances stets präsent. In ihren Tänzern führt sie Dialoge zwischen äußerer gebauter Architektur und innerer Körper- und Gelenkarchitektur. Sie nennt die Projektreihe dazu: timetraces raumspezifische Improvisation. Diese Arbeiten zeigte sie vielerorts in jeweils raumentsprechenden angepassten Variationen, zum Beispiel in der „Therme Vals“ in Graubünden, in der Echokammer des „Kultur- und Kongresszentrums“ in Luzern, im Rohbau des U-Bahnhofs Potsdamer Platz in Berlin, im Vitra-Feuerwehaus in Weil am Rhein und im Gläsernen Würfel des „Kunstmuseums Stuttgart“. Immer war dies auch eine Auseinandersetzung mit den jeweiligen Architekten wie Zumthor, Nouvel, Hadid und Hascher/Jehle. Huber erforscht in ihren Bewegungen nicht nicht nur der Raum allein, sondern geht auch mal mit einer zweiten Tänzerin oder einem Tänzer auf die Suche nach geteilten und nicht geteilten Räumen. Sie tourte durch Europa, Asien und Lateinamerika. 2008, 2013 und 2021/2022 hatte sie die Valeska – Gert – Gastprofessur an der Freien Universität Berlin. Huber erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, so wurde sie 1998 von der Zeitschrift „balletttanz“ zur Newcomerin des Jahres gewählt, 2000 erhielt sie den „Hans-Reinhart-Ring“ – den höchsten Theaterpreis der Schweiz und 2010 den Schweizer „Tanz- und Choreografiepreis“ (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)Lebensstationen
- 1985–1988
Tanzausbildung
Studiert Tanz am CH-tanztheater und in Zürich.
- bis 1991
Engagements in Europa
Tanzt in der Schweiz, Deutschland und Österreich sowie am Staatsheater Cottbus.
- seit 1993
Soli und Duos
Entwickelt eigene Arbeiten zum Verhältnis von Körper, Bewegung und Raum.
- 1998
Newcomerin des Jahres
Auszeichnung durch die Zeitschrift ballettanz.
- 2000
Hans-Reinhart-Ring
Erhält den höchsten Theaterpreis der Schweiz.
- 2010
Schweizer Tanz- und Choreografiepreis
Auszeichnung für ihr choreografisches Schaffen.
- 2008–2022
Valeska-Gert-Gastprofessur
Gastprofessuren an der Freien Universität Berlin in mehreren Zeiträumen.
Choreografien
- 2021 Gelenk Skizzen – Zeit Spuren (Anna Huberzu Skulpturen von Robert Schad)
- 2018 fingerdances (Anna Huber – Videoinstallation)
- 2018 unsichtbarst II (Anna Huber)
- 2018 Versteckte Gelenke (Anna Huber)
- 2017 salle des horizons (Anna Huber)
- 2015 Tanz zu Skulpturen von Robert Schad (Anna Huber)
- 2015 Tabula rasa (Anna Huber)
- 2015 zwischen jetzt (Anna Huber)
- 2011 Aufräumen im Wasserfall (Anna Huber mit Yves Netzhammer)
- 2010 tasten (Anna Huber)
- 2009 timetraces (Anna Huber)
- 2008 Eine Frage der Zeit (Anna Huber)
- 2006 handundfuss (Anna Huber)
- 2005 TWO ONES (Anna Huber; Krstyna Lhotakova)
- 2005 trois de pas (Anna Huber)
- 2004 Wolkenstück (Anna Huber)
- 2004 Hierundoderhierundoderhierundoderdort (Anna Huber mit Kristyna Lhotáková)
- 2003 beizeiten II (Anna Huber)
- 2002 two, too (Anna Huber)
- 2002 umwege (Anna Huber)
- 2001 Stück mit Flügel (Anna Huber)
- 1999 die anderen und die gleichen (Anna Huber)
- 1999 L´autre et moi (Anna Huber)
- 1998 unsichtbarst (Anna Huber)
- 1996 brief letters (Anna Huber)
- 1995 in zwischen räumen (Anna Huber)
- 1994 brief (Anna Huber)
- 1993 dualLein (Anna Huber)
- 1993 daZWIschen weg (Anna Huber)
- 1993 Das Fest zum Mord (Anna Huber)
- Two ones (Anna Huber; Krstyna Lhotakova)
Filme und Dokumente
Tanzender Stahl
2022
Choreografische Avantgarde: Anna Huber
2004
6. Tele-Tanzjournal
2003
5. Tele-Tanzjournal
2003
Tanz im Film: Stück mit Flügel
2001
4. Tele-Tanzjournal
2000
Literatur und Weblinks
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