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Biografie
Keil erhielt ihre Ausbildung zur Tänzerin in Bad Kissingen, Stuttgart an der „Ballettschule des Würtembergischen Staatstheaters“ und mit einem Stipendium an der „Royal Ballet School“ in London. 1961 wurde sie Mitglied des „Stuttgarter Balletts“ in Westdeutschland und zwei Jahre später Solistin und später erste Ballerina bei John Cranko. Cranko schuf für sie viele klassische und moderne Rollen, darunter die „B“-Partie in „R.M.B.E.“. Kenneth MacMillan, Glen Tetley, Jiri Kylián, Hans van Manen, William Forsythe, die renommierten Choreografen der Zeit, schufen Rollen für sie. Als Solotänzerin im Ensemble von John Cranko präsentierte sie 34 Jahre lang nicht nur perfekte Technik, sondern auch eine außergewöhnliche Ausrichtung: die der ersten „Deutschen Ballerina“. 1995 beendete sie ihre aktive Bühnenkarriere und gründete, gemeinsam mit einer Mailänder Kunstmäzenin die über die Grenzen Deutschlands hinauswirkende private „Tanzstiftung Birgit Keil“ zur Förderung des tänzerischen und choreografischen Nachwuchses. 1997 bis 2019 hatte sie eine Professur an der „Akademie des Tanzes“ an der „Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst“ in Mannheim. 2003 bis 2019 war sie Direktorin des Staatsballetts am „Badischen Staatstheater Karlsruhe“. Keil erhielt viele Auszeichnungen. Z.B.: 1979 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Würtemberg, 1980 den Ehrentitel der „Kammertänzerin“, 1981 den Deutschen Kritikerpreis, 1985 die John Cranko Medaille und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1998 den Deutschen Tanzpreis, 2008 ehrte die „Konrad-Adenauer-Stiftung“ in Berlin ihre herausragenden Leistungen als Leiterin der Akademie des Tanzes und als Ballettdirektorin und 2019 erhielt sie die Große Staufermedaille in Gold. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)Lebensstationen
- 1961
Stuttgarter Ballett
Mitglied des Stuttgarter Balletts.
- 1963
Solistin
Solistin beim Stuttgarter Ballett; später erste Ballerina bei John Cranko.
- 1995
Ende der Bühnenkarriere
Ende der aktiven Bühnenkarriere und Gründung der Tanzstiftung Birgit Keil.
- 1997–2019
Professur in Mannheim
Professur an der Akademie des Tanzes in Mannheim.
- 2003–2019
Staatsballett Karlsruhe
Direktorin des Staatsballetts am Badischen Staatstheater Karlsruhe.
- 2019
Große Staufermedaille
Auszeichnung mit der Großen Staufermedaille in Gold.
Choreografien
Filme und Dokumente
3. Tele-Tanzjournal
1997
2. Tele-Tanzjournal
1995
Literatur und Weblinks
- 1994 Sonate für Birgit und Vladimir
- 1979 Orpheus (William Forsythe)
- 1972 Initialen R.B.M.E. (John Cranko)
- 1970 Brouillards (John Cranko)
- 1962 Romeo und Julia (John Cranko)
- Barnes, Clive: „Birgit Keil: Porträt einer Ballerina“, Pfullingen 1991.
- Hüster, Wiebke: „Birgit Keil. Ballerina: Glück ist, wenn auch die Seele tanzt“, Leipzig 2014.
- Keil, Birgit: Mein erster Auftritt. In: Karin von Maur (Hg.): „Kleine Geschichten aus Stuttgart“. Stuttgart 1990, S. 98–100.
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