1956–2002Zeitraum
7Choreographien
6Personen
3Filme
Über das Thema
Die Tanzgeschichte der DDR (1949 bis 1989) ist von der Auseinandersetzung zwischen modernem und klassischem Tanz geprägt. Viele der deutschen Tänzerinnen und Tänzer, die nach dem Kriegsende wieder mit ihrer künstlerischen Arbeit begannen, waren im modernen Tanz oder Ausdruckstanz ausgebildet worden. Durch die ganzheitliche Orientierung der DDR an der Sowjetunion waren allerdings Tänzerinnen und Tänzer gefordert, die sowohl die Ballette des klassischen Repertoires wie „Schwanensee“, „Dornröschen“ und „Nussknacker“ als auch die neuen sowjetischen Ballett wie „Gajaneh“, „Die Flamme von Paris“ und „Die Fontäne von Bachtschissarai“ tanzen konnten. Den Forderungen des so genannten sozialistischen Realismus entsprechend wurden auch in der DDR Stücke geschaffen, die sich mit Gegenwartsproblemen auseinander setzten. Um Tänzerinnen und Tänzer auszubilden, die dieses neue Repertoire tanzen konnten, wurde die bestehende Tanzschule von Palucca in Dresden zu einer Ballettschule nach sowjetischem Vorbild umgestaltet und in Berlin die Staatliche Ballettschule gegründet. Zu den wichtigsten Persönlichkeiten der DDR-Tanzgeschichte zählen Tänzerin und Pädagogin Gret Palucca, der Choreograf Tom Schilling, die Primaballerina Hannelore Bey und der Tanzpublizist Eberhard Rebling. Eine gegen die offizielle Tanzkunst gerichtete Protestbewegung formierte sich insbesondere über die künstlerische Form der Improvisation in Dresden. Die Tänzerinnen und Tänzer gehörten in der DDR zur so genannten künstlerischen Intelligenz. Die zeitliche Begrenztheit der Berufsausübung anerkennend, wurde ihnen nach 15-jähriger Tätigkeit eine lebenslange „berufsbezogene Zuwendung“ (Tänzerrente) gewährt. (Ralf Stabel)Choreographien
- 1992 Pax Questuosa (Uwe Scholz)
- 1984 Kassandra – Skizzen zum Thema (Arila Siegert)
- 1983 Wahlverwandschaften (Tom Schilling)
- 1981 Le Sacre du Printemps (Dietmar Seyffert)
- 1977 Psychogramme (Hermann Rudolph)
- 1969 La Mer (Tom Schilling)
- 1956 Tänze – Ernst Barlach gewidmet (Marianne Vogelsang)
Menschen und Verbindungen

Person
Dietmar Seyffert

Person
Gert Weigelt

Person
Gregor Seyffert

Person
Irina Pauls

Person
Tatjana Gsovsky

Person
Tom Schilling
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