Pax Questuosa

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Pax Questuosa

Choreographie: Uwe Scholz; Premieretheater: Leipziger Ballett, 1992

Uraufführung
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Über das Werk

Choreographie: Uwe Scholz; Premieretheater: Leipziger Ballett, 1992

1991 wechselte Uwe Scholz als Ballettdirektor von Zürich nach Leipzig, und sein erstes, ein Jahr später entstandenes Ballett für die Leipziger Kompanie spiegelt diese Ankunft im Osten des wiedervereinigten Deutschland. Im letzten Teil des dreiteiligen Werks zu Musik von Udo Zimmermann zeigen Videoprojektionen eine der Demonstrationen vor der Leipziger Oper im Herbst 1989. In sie reihen sich die Tänzer ein und ziehen bis zu Rampe. So endet „Pax questuosa“, das mit der Projektion von Edvard Munchs Lithographie „Der Schrei“ begonnen hat und im Verlauf Szenen gestaltet von Brutalität und Barmherzigkeit, Zerstörung und Hoffnung, Bedrohung und sanften Momenten des Friedens. Projizierte Bilder verweisen auch auf den Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg; in den choreographischen Begegnungen sind es jedoch der konkreten Zeit enthobene Bilder von Beziehungslosigkeit und Verzweiflung, Annäherung und Harmonie. Das Friedensgebet des Franz von Assisi verbindet die einzelnen Szenen und unterstreicht den expressiven Appell gegen Brutalität und Krieg. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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