Über das Werk
Choreographie: Arila Siegert, 1984
Im Hintergrund liegen Neonröhren in einer Reihe, wenn Arila Siegert in einem schwarzen Kleid zu tanzen beginnt. In ihrem fünfteiligen Solo “Kassandra”, das 1987 entstanden ist, präsentiert sie verschiedene Facetten der griechischen Seherin: von einer Gefesselten zur Weissagerin. Sparsame Gesten begleiten ihre Bewegungen im Raum. Unterschiedliche Stimmungen illustrieren den Wandel, am Ende ist sie zu einer gefürchteten, bedrohlichen Figur geworden. Arila Siegert, ausgebildet an der Dresdner Palucca-Schule und Ballerina an der Komischen Oper Berlin, knüpft mit “Kassandra” an den Ausdruckstanz der zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts an. Das Stück bildet den zweiten Teil ihrer Trilogie “Herzschläge”, zu der sie sich von Texten Christa Wolfs und Heiner Müllers hat inspirieren lassen. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Arila Siegert
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