Über das Werk
Choreographie: Hermann Rudolph; Premieretheater: Deutsche Staatsoper Berlin Unter den Linden, 1977
1977 feierte die DDR den 60. Jahrestag der Oktoberrevolution, und man lud namhafte Choreographen des Landes ein, in diesem Sinne zu russischer Musik für die Tänzer der Ost-Berliner Deutschen Staatsoper eine Gratulationsgirlande zu winden. Hermann Rudolph hatte sich den jungen Leningrader Komponisten Alexander Schurbin und dessen Klavierquintett mit den Satzbezeichnungen “rückbezogen”, “Egoistin” und “spielerisch” ausgesucht und schuf dazu sein Ballett “Psychogramme”. Im ersten Satz tritt eine Tänzerin auf, die sich in Tüll hüllt; im zweiten wird die Egoistin in die Schranken gewiesen; im dritten geht es leichthin zu. “Hier wurde ein sehr originelles Bewegungs- und Ausdrucksvokabular gefunden, mit viel feinem Humor”, befand ein DDR-Kritiker. Die Qualität “blieb hinter Schurbins Musik weit zurück, als habe sie zwar Qualität gewittert, doch nicht die Kraft gehabt, sie in Tanz zu verwandeln”, meinte hingegen ein West-Berliner Kollege. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen
Hermann Rudolph
Diese Seite enthält aus urheberrechtlichen Gründen nur eine kleine oder keine Auswahl an Videos.
Der vollständige Beitrag ist nach einer Registrierung im Mediawiki zu sehen.


