1970er–heuteZeitraum
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Über das Thema
Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Neuerungen der zehner und zwanziger Jahre zunächst zunehmend in Vergessenheit. Aufgrund der Verwicklungen in den Nationalsozialismus ging die Öffentlichkeit auf Distanz zu vielen Protagonisten der ersten Tanzrevolte. Gleichwohl wurde das Erbe, das keineswegs politisch kontaminiert war, an Orten wie der Palucca-, der Lola-Rogge- oder der Folkwangschule an eine junge Generation weitergegeben. Sie schuf mit dem Tanztheater eine neue und zunächst überraschende künstlerische Erneuerung, deren Ursachen und Hintergründe am Anfang kaum erfasst wurden. Als Hommage an die künstlerischen Ahnen, aber auch um die nach wie vor gültige Sprengkraft deutlich zu machen, gingen einige Protagonisten ab den siebziger Jahren daran, Teile des Erbes zu rekonstruieren. Gerhard Bohner ließ im Auftrag der Berliner Akademie der Künste Bauhaus-Tänze und Oskar Schlemmers „Triadisches Ballett“ neu erstehen. Arila Siegert und Susanne Linke rekonstruierten Dore Hoyers „Affectos humanos“. Dabei war das Ziel dieser R. nicht nur, sich der eigenen Quellen zu versichern, sondern vor allem einer nachwachsenden Generation ein historisches Bewusstsein zu vermitteln und Maßstäbe für ihre eigene künstlerische Arbeit an die Hand zu geben. (Norbert Servos)Choreographien
- 2003 Zukunft erinnern (Dieter Baumann; Gerhard Bohner; Jutta Hell)
- 1988 Affekte (Urs Dietrich; Susanne Linke)
- 1977 Das Triadische Ballett (Rekonstruktion) (Gerhard Bohner)
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