Cesc Gelabert

Personen · Tanzlexikon

Cesc Gelabert

Tänzer; Choreograf

*1953 in Barcelona, Spanien

Gelabert (eigentlich Francisco Gelabert Usle) studierte mehrere Jahre Architektur und Tanz.

17Choreografien
3Filme
2Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

Gelabert (eigentlich Francisco Gelabert Usle) studierte mehrere Jahre Architektur und Tanz. 1972 choreografierte er mehrere Tanzsoli. 1977 schuf er sein erstes Stück für mehrere Tänzer und gründete er eine eigene Tänzergruppe in Barcelona. Von 1978 bis 1980 war er in der New Yorker Tanzszene aktiv, arbeitete bei „La Mama“, „The Kitchen“ und im Studio von Merce Cunningham. Gelabert interessiert sich für Einfachheit und Kohärenz der Bewegung, so, wie sie Gerhard Bohner 1989 „Im (Goldenen) Schnitt“ für die „Akademie der Künste, Berlin“ choreografierte. In diesem Stück folgt auf eine anatomische Aufnahme aller Körperteile ein zweiter Teil, die Reaktion des Körpers auf ausgewähltes künstlerisches Material im Raum. Gelabert schuf eine Rekonstruktion, ergänzt mit Stelen – Installationen aus Holz und Polyester, gestaltet von der Bildhauerin Vera Röhm. 1980, zurück in Barcelona gründete er dort mit der britischen Tänzerin und Kostümdesignerin Lydia Azzopardi die Tanzkompanie „Cesc Gelabert – Azzopardi Dance Companyi“, aus der eine langjährige Zusammenarbeit und zahlreiche Choreografien wie The Rock Cave of Heaven“ und „Armand Dust“ hervorgingen. Seit 1985 ist Gelabert regelmäßiger Gast und seit 1995 Artist in Residence am „Hebbel-Theater“ in Berlin. Außerdem choreografierte er Arbeiten für Theater, Oper, Video und andere Ensembles. In seinen eigenen Choreografien geht es dann um noch mehr: „Immer sind es die Gefährdungen einer Person, die den spanischen Tänzer Gelabert interessieren. In seinen Portraits realer Personen und fiktiver Figuren erweist er sich als einfühlsamer, wandlungsfähiger Interpret. Die Kunst der Figurendarstellung im Tanz ist rar geworden, Cesc Gelabert aber hat es darin zur Meisterschaft gebracht.“ [http://www.archiv.hebbel-am-ufer.de/archiv_hebbel_theater/seiten/archiv/kuenstler/gelabert.html Der Tagesspiegel] (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1972

    Erste Tanzsoli

    Choreografie mehrerer Tanzsoli.

  2. 1977

    Erste Gruppe in Barcelona

    Erstes Stück für mehrere Tänzer und Gründung einer eigenen Gruppe.

  3. 1978–1980

    New Yorker Tanzszene

    Arbeit bei La Mama, The Kitchen und im Studio von Merce Cunningham.

  4. 1980

    Gelabert-Azzopardi Dance Company

    Gründung der Cesc Gelabert-Azzopardi Dance Company in Barcelona mit Lydia Azzopardi.

  5. seit 1985

    Hebbel-Theater Berlin

    Regelmäßiger Gast am Hebbel-Theater in Berlin.

  6. seit 1995

    Artist in Residence

    Artist in Residence am Hebbel-Theater in Berlin.

Choreografien

  • 2019 Bauhaustänze Stäbe Reifen (nach Gerhard Bohner)
  • 2019 Nom
  • 2019 Genetica del Bar – Dis(lo)co
  • 2018 Framing Time
  • 2017 Al Lloc, inespecífic
  • 2016 Soleá
  • 2016 Written on Air (mit dem Maler, Schriftsteller u. Regisseur Valère Novarina)
  • 2015 2015 Football
  • 2014 Tripdych
  • 2013 The Rock Cave of Heaven
  • 2012 Tranç (mit dem spanischen Filmregisseur Isaki Lacuesta)
  • 2002 Preludis (Cesc Gelabert)
  • 1999 Im (goldenen) Schnitt – Rekonstruktion (Gerhard Bohner)
  • 1996 Im (Goldenen) Schnitt (Rekonstruktion nach Gerhard Bohner)
  • 1995 Armand Dust (Cesc Gelabert)
  • Thirst (Lydia Azzopardi; Cesc Gelabert)
  • Armand Dust 2 (Lydia Azzopardi; Cesc Gelabert)

Filme und Dokumente

Kein Bild

Preludis

2003

Kein Bild

Close-Up on Berlin

1996

Literatur und Weblinks

  • Gelabert, Cesc: El que M’argramdaria gue la dansa fos, Barcelona 2020 (span. oder katalan.)

Internetseite Cesc Gelabert

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