Jean Cébron

Personen · Tanzlexikon

Jean Cébron

Tänzer; Tanzpädagoge; Choreograf; Ballettmeister

* 1927 in Paris; † 2019 in Sables-d’Or-les-Pins/Bretagne (Frankreich); Folkwang Hochschule

Der französische Tänzer Jean-Maurice Cébron erhielt von 1945 bis 1947 Ballettunterricht bei seiner Mutter Mauricette Cébron, einer Solistin und Lehrerin an der Pariser Oper.

3Choreografien
2Filme
6Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

Der französische Tänzer Jean-Maurice Cébron erhielt von 1945 bis 1947 Ballettunterricht bei seiner Mutter Mauricette Cébron, einer Solistin und Lehrerin an der Pariser Oper. Dort lernte er auch den javanischen Tanz durch Djemil Anik kennen. 1947 / 1948 setzte er seine Studien in London an der Sigurd Leeder School of Dance bei Sigurd Leeder (eigentlich Carl Eduard Wilhelm Leder) und Ram Gopal, einem Lehrer für indischen Tanz, fort; von 1948 bis 1954 tanzte er als Solist beim Ballet National Santiago de Chile und unterrichtete am Institut Chilien Français; 1954 bis 1957 studierte er weiter bei Leeder in London, wo er sich auch in klassischem Tanz weiterbildete. 1958 /1959 unterrichtete er auf Einladung von Ted Shawn selbst an der „University of Dance of Jacobs Pillow“ in Becket, West Massachusetts, USA. Noch in London begann er 1956 seine Karriere als Tänzer und Choreograph mit einem eigenen Ensemble. Von 1961 bis 1964 arbeitete er als Choreograph, Solist und Pädagoge beim Folkwang Ballett und an der Folkwang Schule (heute Folkwang Universität der Künste) in Essen unter der Leitung von Kurt Jooss, in dessen Choreographie Der grüne Tisch er die Verkörperung des Todes tanzte. 1976 wurde er als Professor für Modernen Tanz an die Folkwang Hochschule Essen berufen. Dort war er auch Trainingsleiter des Folkwang-Tanzstudios und des Wuppertaler Tanztheaters, beide unter der Leitung von Pina Bausch. Außerdem unterrichtete er in Stockholm, Rom, London, in den USA bei der José Limon Company und in anderen Ländern. Cébron schuf auch eigene Choreographien wie Poème Dansé, das er gemeinsam mit Pina Bausch uraufführte. Sein Unterricht basierte auf der Jooss-Leeder-Methode in Verbindung mit der Cecchetti-Technik. Als Lehrer prägte er einige der bekanntesten Choreographen des Tanztheaters wie Pina Bausch, Reinhild Hoffmann, Lutz Förster und Susanne Linke. „Olimpia Scardi war langjährige Mitarbeiterin von Jean Cébron. Sie hat sich zusammen mit Francesca Mommo dem Erbe von Jean Cébron verschrieben um seine Auffassung von Tanz und Kunst im kulturellen und pädagogischen Umfeld bekannt zu machen und zu verbreitern. … Ein vollständiges Video als ‚Hommage an Jean Cebron‘ ist in Bearbeitung.“ [https://www.dbft.de/Aktuelles/detail.651.html DBfT-Seminar: Jean Cébron – Methode & Etüden] abgerufen 7. Dezember 2022 (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1945–1947

    Ballettunterricht in Paris

    Ausbildung bei seiner Mutter Mauricette Cébron und Begegnung mit javanischem Tanz.

  2. 1947–1948

    Sigurd Leeder School

    Studium bei Sigurd Leeder und Ram Gopal in London.

  3. 1948–1954

    Ballet National Santiago de Chile

    Solist beim Ballet National Santiago de Chile und Lehrer am Institut Chilien Français.

  4. 1961–1964

    Folkwang Ballett

    Choreograf, Solist und Pädagoge beim Folkwang Ballett in Essen.

  5. 1976

    Professor in Essen

    Berufung zum Professor für Modernen Tanz an die Folkwang Hochschule Essen.

Choreografien

  • 1962 Poème Dansé (Jean Cébron)
  • Modell für ein Mobile (Jean Cébron)
  • Ambigous monster (Jean Cébron)

Filme und Dokumente

Kein Bild

Folkwang Tanz

1993

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