Hans Züllig

Personen · Tanzlexikon

Hans Züllig

Tänzer, Choreograf und Tanzpädagoge

*1914 in Rorschach), Schweiz, †1992 in Essen-Werden (Deutschland); Folkwang Hochschule

Züllig studierte, auf Empfehlung von Rudolf Laban 1931 bis 1934 Tanz an der „Folkwangschule für Musik, Tanz und Sprechen“ (heute „Folkwang Hochschule der Künste“) in Essen bei Kurt Jooss und Sigurd Leeder.

3Choreografien
2Filme
3Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

Züllig studierte, auf Empfehlung von Rudolf Laban 1931 bis 1934 Tanz an der „Folkwangschule für Musik, Tanz und Sprechen“ (heute „Folkwang Hochschule der Künste“) in Essen bei Kurt Jooss und Sigurd Leeder. 1932 tanzte er die Rolle eines Soldaten in Jooss‘ „Der grüne Tisch“, mit der der 1. Preis im 1. „Choreografischen Wettbewerb“ gewonnen wurde. Züllig emigrierte 1934 bis 1947 gemeinsam mit Joos und den „Ballets Jooss“ ins britische Exil nach „Dartington Hall“ / Devonshire, Südengland und unternahm mit der Kompanie ausgedehnte Tourneen nach Paris und durch Holland, Belgien, Nord- und Südamerika etc. 1941 erhielt er in New York ersten Ballettunterricht von einem Cecchetti-Lehrer Enrico Cecchetti (1850.1928) war ein einflussreicher italienischer Ballettlehrer, der die Cecchetti-Methode für den Ballettunterricht entwickelte, der berühmte Schüler hervorbrachte, so Anna Pavlova, Vaclav Nijinskijl Leoniede Massine, Alicia Markova, Anton Dolin etc.. Ab 1945 schuf er auch eigene Choreografien.1948 / 1949 hatte er ein kurzes Engagement am „Sadler’s Wells Theatre Ballet in London.1949 kehrte er nach Essen zurück, wo er 1951 bis 1953 als Solist am „Folkwang Tanztheater“ auftrat. 1953 / 1954 tanzte er als Solist am „Stadttheater Zürich“ und arbeitete dort auch als Tanzpädagoge. 1954 folgte er Jooss als Solist und zweiter Ballettmeister an die „Städtischen Bühnen Düsseldorf Von 1956 bis 1961 arbeitete er als Tänzer, Choreograf und Pädagoge an der Universität in Santiago / Chile und gab sein Wissen auch nach Südamerika weiter. 1961 kehrte er nach Essen zurück, choreographierte und leitete das Ensemble des Folkwang Tanzstudios und unterrichtete in der Nachfolge von Kurt Jooss ab 1968 an der Folkwangschule neben anderen Pina Bausch, Daniel Goldin, Reinhild Hoffmann und Susanne Linke. 1969 Leiter des „Instituts für Tanz“. Von 1973 bis zu seinem Tod war er Trainingsleiter beim „Tanztheater Wuppertal“ bei Pina Bausch. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1931–1934

    Folkwangschule Essen

    Studium bei Kurt Jooss und Sigurd Leeder an der Folkwangschule.

  2. 1932

    Der grüne Tisch

    Tanz der Rolle eines Soldaten in Kurt Jooss’ Der grüne Tisch.

  3. 1934–1947

    Exil in Dartington Hall

    Emigration mit den Ballets Jooss ins britische Exil und internationale Tourneen.

  4. 1949

    Rückkehr nach Essen

    Rückkehr nach Essen nach einem kurzen Engagement in London.

  5. 1961

    Folkwang Tanzstudio

    Leitung des Ensembles des Folkwang Tanzstudios und Unterricht in Essen.

  6. 1973

    Tanztheater Wuppertal

    Trainingsleiter beim Tanztheater Wuppertal unter Pina Bausch.

Choreografien

  • 1956 Pulcinella (Hans Züllig)
  • 1848 Selina
  • 1945 Le Bosquet

Filme und Dokumente

Kein Bild

Folkwang Tanz

1993

Kein Bild

Ansichten über die Liebe, die Macht und den Tod

1985

Literatur und Weblinks

  • Susanne Linke / Martin Bartelt: Ein Leben in Klarheit: Ein Nachruf auf Hans Züllig. In: tanzdrama, 1.-4. Quartal 1993, S. 22–25.

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