Ivan Liska

Personen · Tanzlexikon

Ivan Liska

Tänzer

*1950; Prag (Tschechoslowakei); Bayrisches Staatsballett

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Biografie

Eine lyrische Dehnung, ein musikalisches Atmen der Gliedmaßen, ein tiefgründiger dramatischer Charakter: Das sind die Merkmale, für die der Balletttänzer Ivan Liska in der ganzen Welt anerkannt Liška erhielt seine Ausbildung am Prager Konservatorium und an der Ballettschule des Nationaltheaters, wo er auch sein erstes Engagement hatte. 1969 bis 1974 tanzte er in der Ballettkompanie der „Deutschen Oper am Rhein“ in Düsseldorf, 1974 bis 1977 an die „Bayerische Staatsoper München“, 1977 bis 1998 wurde er als Erster Solist beim „Hamburg Ballett“ engagiert. Dort schuf John Neumeier für ihn zahlreiche Rollen wie Lysander in „Ein Sommernachtstraum“, die Titelrolle in „Peer Gynt“ oder die Rolle des Mozart in „Fenster zu Mozart“. Er tanzte in Balletten von John Cranko, José Limòn, George Balanchine, Jiri Kylian, Jerome Robbins, Hans van Manen und Maurice Béjart sowie in Gerhard Bohners Neuinszenierung des Bauhauswerks „Triadisches Ballett“ von Oskar Schlemmer. Er war Partner von Natalia Makarova in Paris, London und New York. 1998 bis 2016 war er Direktor des „Bayerischen Staatsballetts“ in München von wo unter seiner Leitung Tourneen nach St. Petersburg, Madrid, Budapest, Prag etc. unternommen wurden. Eine lyrische Dehnung, ein musikalisches Atmen der Gliedmaßen, ein tiefgründiger dramatischer Charakter: Das sind die Merkmale, für die der Balletttänzer Ivan Liska in der ganzen Welt anerkannt wurde. Er war der erste Choreograf, der ein Stück von Pina Bausch aufführen durfte. Liška erhielt u. a. 2009 den Bayrischen Verdienstorden, 2012 den Deutschen Tanzpreis des Vereins zur Förderung der Tanzkunst in Deutschland und 2017 die Bayrischer Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1950

    Geburt in Prag

    Ivan Liška wird in Prag geboren.

  2. 1969

    Deutsche Oper am Rhein

    Engagement in der Ballettkompanie der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.

  3. 1974

    Bayerische Staatsoper

    Wechsel an die Bayerische Staatsoper München.

  4. 1977

    Hamburg Ballett

    Engagement als Erster Solist beim Hamburg Ballett bis 1998.

  5. 1998

    Bayerisches Staatsballett

    Direktor des Bayerischen Staatsballetts in München bis 2016.

  6. 2009

    Bayerischer Verdienstorden

    Auszeichnung mit dem Bayerischen Verdienstorden.

  7. 2012

    Deutscher Tanzpreis

    Auszeichnung mit dem Deutschen Tanzpreis.

Choreografien

    Filme und Dokumente

    Literatur und Weblinks

    • Triadisches Ballett (nach Oskar Schlemmer)
    • Apollo (in Apollon musagète)
    • Orpheus (nach Rilke)
    • Lysander (im Sommernachtstraum)
    • Matthäus Passion (Chor. John Neumeier)
    • The Exiles (Chor. José Limón)
    • Peer Gynt
    • Bayrisches Staatsballett (Hg.): „Zeitsprünge. Das Bayrische Staatsballett zwischen Tradition und Avantgarde“, München 2008.
    • Fischer, Dagmar Ellen: „Ivan Liška. Tänzer. Die Leichtigkeit des Augenblicks“. Leipzig 2015.
    • „Solisten des Hamburger Balletts. Colleen Scott – Ivan Liska“, Hamburger Ballett Verlag, o. J.

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