Zeche Eins

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Zeche Eins

Reinhild Hoffmann · 1992

Uraufführung
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Über das Werk

Reinhild Hoffmanns Stück “Zeche eins” markiert eine Zäsur im Schaffen der Choreographin, die von 1986 an das von ihr ins Leben gerufene Tanztheater am Bochumer Schauspielhaus leitete. Benannt nach dem Raum der Probebühne, der ehemaligen Waschkaue einer stillgelegten Zeche, wandte sie sich in “Zeche eins” (1992) von sehr theatralischen Produktionen hin zu reduzierten, auf die Bewegung konzentrierten Werken, die auf ihre choreographischen Anfänge wie ihr “Solo mit Sofa” verweisen. Der Spielort ist rau, die gekachelten Wände voller Löcher, vernarbt sind die Stützpfeiler, Leitungen liegen auf Putz. Reinhild Hoffmann geht es jedoch nicht um Ruhrgebiets-Reminiszenzen, sondern um archaische Themen wie Jagd, Kampf und Opfer, mythologisch überhöht. Hände werden in “Blut” gewaschen, Zungen dem Publikum entgegengestreckt. Die Tänzer formieren sich zu dynamischen, aggressiven Gruppen, rüde im Umgang miteinander. Ergänzt wird “Zeche eins” um das verhaltene Stück “Zeche zwei”, das ein Jahr später kreiert wurde. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

A
Kostüme

Andrea Schmidt-Futterer

Johannes Schütz
Bühnenbild

Johannes Schütz

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