38Choreografien
3Filme
8Videosequenzen
1Archivbilder
Biografie
Constanza Macras, absolvierte eine Tanzausbildung an der Margarita Bali Tanzschule und ein Studium für Modedesign an der Universität Buenos Aires. 1992 setzte sie ihre Ausbildung in Amsterdam und in den New Yorker „Merce Cunningham Studios“ fort. Anschließend arbeitete sie in Amsterdam, u.a. zusammen mit Ivan Kranmar, Glenn Eddy und Amanda Miller. Während dieser Zeit entstanden erste eigene Choreografien. Seit 1995 lebt und arbeitet Constanza Macras als Performerin, Regisseurin und Choreografin in Berlin. 1997 gründete sie ihre Tanzkompanie „tamagotchi Y2K“, 2003 gemeinsam mit der Dramaturgin Carmen Mehnert das interdisziplinäre Ensemble „DorkyPark“. Furore machte sie im gleichen Jahr mit ihrer rund vierstündigen Performance „Back to the Present“, eine Choreografie, die ursprünglich im leeren, um 1900 errichteten Kaufhaus Jandorf, in zwei Bars und einer Teestube in Berlin Mitte aufgeführt wurde. Sie wurde damit zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen, u.a. zum Festival d’Avignon 2004. Die Produktion war anschließend in einer Adaption in der Berliner „Schaubühne“ am Lehniner Platz zu sehen. 2003 realisierte sie mit Neuköllner Jugendlichen aus Migrantenfamilien und ihrem Ensemble die Hip-Hop- und Breakdance-Performance „Scratch Neukölln“, die im „Hebbel am Ufer“ (HAU) uraufgeführt wurde. Sie arbeitet mit Profis und Laien zwischen vier und 72 Jahren zusammen. Macras, die mehrmals mit der japanischen Künstlerin Shiharu Shiota zusammenarbeitete, verbindet in ihren energiegeladenen, gewalt- aber auch humorvollen zeitkritischen Arbeiten Tanz, Livemusik, Texte und Videofilme miteinander. Sie übt Kritik an der Welt des Konsums, dem Umgang mit Migranten (sie ist selbst eine Migrantin) und verschiedenen Kulturen, der Segredation und dem Postkolonialismus. Macras schuf häufig site specific performances wie „Back to the Present“ und „Dolce Vita“, Choreografien, die sich an jedem Ort entsprechend verändern. Macras wurde 2008 mit dem Preis des „Goethe Instituts“ für „Hell on Earth“ als beste Inszenierung Deutschlands, 2010 mit dem Theaterpreis „Faust“ in der Kategorie Choreografie und 2021 dem „Tabori Preis“ ausgezeichnet. Sie erhielt zweimal die „Arts at MIT William L. Abramotitz Residency“ am Massachussetts Institute of Technology. (Presseabteilung Macras/Nele Lipp)Lebensstationen
- 1992
Amsterdam und New York
Fortsetzung der Ausbildung in Amsterdam und an den Merce Cunningham Studios in New York.
- seit 1995
Arbeit in Berlin
Leben und Arbeit als Performerin, Regisseurin und Choreografin in Berlin.
- 1997
tamagotchi Y2K
Gründung der Tanzkompanie „tamagotchi Y2K“.
- 2003
DorkyPark
Gründung des interdisziplinären Ensembles DorkyPark mit Carmen Mehnert.
- 2004
Festival d’Avignon
Einladung mit „Back to the Present“ zum Festival d’Avignon.
- 2008
Preis des Goethe-Instituts
Auszeichnung für „Hell on Earth“ als beste Inszenierung Deutschlands.
- 2010
Theaterpreis Faust
Auszeichnung mit dem Theaterpreis Faust in der Kategorie Choreografie.
- 2021
Tabori Preis
Auszeichnung mit dem Tabori Preis.
Choreografien
- 2021 The Future
- 2021 STAGES OF CRISIS
- 2020 The Pose
- 2020 The West
- 2020 Bibliomaniacs
- 2019 Der Palast (mit Tom Hunter)
- 2018 Hillbrowfication
- 2018 Chatsworth
- 2017 On Fire
- 2017 SOMETHING
- 2015 THE GHOSTS
- 2014 The Past
- 2013 FOREST: THE NATURE OF CRISIS
- 2013 The Truth about Monte Verità (Filminstallation)
- 2012 Open for Everything
- 2012 BRANCHES: THE NATURE OF CRISIS
- 2011 Here/After
- 2011 Berlin elsewhere
- 2011 The offside Rules
- 2010 The Offside Rules
- 2010 Megalopolis
- 2010 Silence (Bühne: Shiharu Shiota)
- 2009 Oedipus Rex (Bühne: Shiharu Shiota)
- 2008 Hell om Earth
- 2007 I’am not the Only One
- 2007 Brickland
- 2006 Ein Sommernachtstraum (mit Thomas Ostermeyer)
- 2005 Big in Bombay (Constanza Macras)
- 2005 Shall we talk about it?
- 2005 No Wonder (mit Lisi Esterás)
- 2004 Back to the present (Constanza Macras)
- 2003 Scratch Neukölln (Constanza Macras)
- 2002 MIR – a love story # Part Two – Lasting (Constanza Macras)
- 2001 MIR – a love story # Prolog – After the fall (Constanza Macras)
- 2001 MIR – a love story # Part One – The Conquer (Constanza Macras)
- 2001 Dolce Vita (Constanza Macras)
- 1999 Face one (Constanza Macras)
- NO WONDER (Constanza Macras)
Filme und Dokumente
Tanz unterwegs: Constanza Macras
2005
5. Tele-Tanzjournal
2003
Tanz im Film: Tanznacht Berlin 2000
2000
Literatur und Weblinks
- Arin, Thomas (Foto) /Hunter, Tom (Foto) / Macras, Constanza: Der Palast, Berlin 2022.
- Kies, Julia: „Die politische und gesellschaftskritische Dimension der Aufführung „Big in Bombay von Constanza Macras“, München 2007.
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