Bernd Schindowski

Personen · Tanzlexikon

Bernd Schindowski

Tänzer; Choreograf; Ballettmeister

*1947; Hagen (Deutschland)

Er hat mehr als 70 Tanzstücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene choreografiert: Bernd Schindowski, der seit mehr als 30 Jahren die Kompanie in Gelsenkirchen leitet.

54Choreografien
2Filme
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1Archivbilder

Biografie

Er hat mehr als 70 Tanzstücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene choreografiert: Bernd Schindowski, der seit mehr als 30 Jahren die Kompanie in Gelsenkirchen leitet. Schindowski war er zunächst Bankkaufmann, bevor er von 1968 bis 1971 am „Institut für Bühnentanz“ an der Musikhochschule Ballett und ab 1973 Tanzpädagogik studierte. Als Tänzer schloss er sich dem „Tanzforum“ der Kölner Oper an und arbeitete mit Choreographen wie Helmut Baumann, Jochen Ulrich, Kurt Jooss und Glen Tetley. 1975 trat er als Tänzer, Choreograph und Cheftrainer am „Theater Ulm“. 1978 bis 2011 war er Leiter des „Musiktheaters im Revier“ (MiR) in Gelsenkirchen. „Schindowski beschäftigt sich viel mit biblischen und antiken Themen und verweist gern auf Inspirationen, die für ihn von der Begegnung mit Kunst ausgehen. So schuf er zahlreiche Choreografien, in denen er sich von Gemälden und skulpturalen Arbeiten anregen ließ. Zum Beispiel in der 1988 entstandenen Reise nach Kythera, die im Tempel der Aphrodite spielt und in der er sich auf die rätselhafte Bilderwelt der Gemälde des französischen Malers Balthasar Klossowski, genannt Balthus (1908-2001), sowie das Ölgemälde Einschiffung nach Kythera von Antoine Watteau (1684-1721) bezog. Liebesgeschichten von der Antike bis heute waren in diesem Stück Thema. Zu den einzelnen Szenen zogen unbekleidete Knaben – an Amorfiguren und Putten erinnernd – die Bühnenvorhänge auf und zu.Nele Lipp: „Lexikon zu Tanz und Bildender Kunst“, Bd. 1 Tanz und Malerei (unveröff. Manuskript) Schindowski erhielt Auszeichnungen wie den Förderpreis für junge Künstler, gestiftet vom Land Nordrhein-Westfalen 1980, und den Preis für besondere Verdienste des Landes Nordrhein-Westfalen 2003. Schindowski schuf meist abendfüllende Ballette. seit 1998 inszeniert er jedes Jahr ein Ballett für und mit jungen Menschen, die auch selbst gestalterisch daran teilnehmen. Er erhielt 1980 den Förderpreis und 2002 den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1968–1971

    Institut für Bühnentanz

    Ballettstudium am Institut für Bühnentanz an der Musikhochschule.

  2. 1973

    Tanzpädagogik

    Beginn des Studiums der Tanzpädagogik.

  3. 1975

    Theater Ulm

    Tänzer, Choreograf und Cheftrainer am Theater Ulm.

  4. 1978–2011

    Musiktheater im Revier

    Leitung des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen.

  5. 1980

    Förderpreis NRW

    Förderpreis für junge Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen.

  6. 2002

    Verdienstorden NRW

    Auszeichnung mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Choreografien

  • 2005 Labyrinth (Bernd Schindowski)
  • 2004 Veitstanz (Bernd Schindowski)
  • 2004 Das Hohelied der Liebe (Bernd Schindowski)
  • 2003 High Fidelity ()
  • 2001 Die Ordnung der Dinge (Bernd Schindowski)
  • 1992 Sacres 2 (Bernd Schindowski)
  • 1991 Das kriminelle Kind (Bernd Schindowski)
  • 1991 Les Illuminations (Bernd Schindowski)
  • 1991 Johannespassion (Bernd Schindowski)
  • 1990 Erinnerung an das goldene Zeitalter (Bernd Schindowski)
  • 1990 Dr.Coppelius (Bernd Schindowski)
  • 1989 Kaleidoskop (Bernd Schindowski)
  • 1989 Nur wer die Sehnsucht kennt … (Bernd Schindowski)
  • 1988 Don Juan (Bernd Schindowski)
  • 1988 Feuerwerk (Bernd Schindowski)
  • 1987 Der Feuervogel (Bernd Schindowski)
  • 1987 Die Reise nach Kythera (Bernd Schindowski)
  • 1987 Standbein, Spielbein (Bernd Schindowski)
  • 1986 Lied der Sonne (Bernd Schindowski)
  • 1986 Le Chout/Petruschka (Bernd Schindowski)
  • 1985 Romeo und Julia (Bernd Schindowski)
  • 1985 Reigen/Liebeslieder (Bernd Schindowski)
  • 1984 Cinderella (Bernd Schindowski)
  • 1984 Kindertotenlieder/Marienleben (Bernd Schindowski)
  • 1983 Serenade für vier Elefanten (Bernd Schindowski)
  • 1982 Tanzgeschichte / Springteufel (Bernd Schindowski)
  • 1982 Die Legende der sieben Söhne (Bernd Schindowski)
  • 1982 Die Versuchung des heiligen Antonius (Bernd Schindowski)
  • 1981 Oder sie töten ihre Pferde (Bernd Schindowski)
  • 1981 Der Zweikampf/Pulcinella (Bernd Schindowski)
  • 1981 Für Linda (Bernd Schindowski)
  • 1980 Die vier Temperamente (Bernd Schindowski)
  • 1980 Winterreise (Bernd Schindowski)
  • 1979 Der Zauberlehrling (Bernd Schindowski)
  • 1979 Tristan (Bernd Schindowski)
  • 1978 Die vier Jahreszeiten (Bernd Schindowski)
  • 1978 Melodie der Tierkreiszeichen (Bernd Schindowski)
  • 1978 Gesang der Jünglinge im Feuerofen (Bernd Schindowski)
  • 1978 Auf verwachsenen Pfaden (Bernd Schindowski)
  • 1977 Johanna auf dem Scheiterhaufen (Bernd Schindowski)
  • 1977 Tagebuch eines Verschollenen (Bernd Schindowski)
  • 1976 An den Wassern von Babylon und weinten (Bernd Schindowski)
  • 1976 Das Narrenschiff (Bernd Schindowski)
  • 1976 Medea (Bernd Schindowski)
  • 1976 Die Schwärmer/Frollein (Bernd Schindowski)
  • 1976 M.erinnert sich/In Partibus Infidelium (Bernd Schindowski)
  • Sacres 1 (Bernd Schindowski)
  • Shakers Loop (Bernd Schindowski)
  • Schwanensee (Bernd Schindowski)
  • Ubu Roi (Bernd Schindowski)
  • Die Schöne und das Biest (Bernd Schindowski)
  • Requiem (Bernd Schindowski)
  • Wenn die Instrumente tanzen … (Bernd Schindowski)
  • West Side Rap – Das Gebot der Straße (Bernd Schindowski)

Filme und Dokumente

Literatur und Weblinks

  • Schmidt, Jochen / Dyroff, Hans D. (Hg.): „Tanzkultur in der Bundesrepublik Deutschland“, UNESCO, 1990.

Artikel in der Wikipedia

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