Über das Werk
Choreographie: Rui Horta; Premieretheater: Künstlerhaus Mousonturm, 1994
Von der hohen Warte seines Schiedsrichterstuhls kommentiert Anton Skrzypiciel das Geschehen auf der Bühne. Er redet, wendet sich ans Publkum, gibt den Tänzern Anweisungen, erzählt Anekdoten, während eine Tänzerin Kreidestriche an die Rückwand malt oder eine andere ihren Kopf in ein wassergefülltes Aquarium taucht. Im zweiten Teil wird der Kommentator auch zum Tänzer und klinkt sich ein in die dynamischen, kraftvollen Aktionen seiner Kollegen. Laufen, Fallenlassen, Rollen, Anspringen – das physisch fordernde Bewegungsvokabular von Rui Horta entfaltet sich in intensiven Soli, Duetten und Gruppenaktionen, begleitet von Geräuschen und kammermusikalischen Sequenzen der Komposition von Koen Brandt. Hortas aus vielen Einzelszenen bestehendes Stück “Object constant” von 1994 kulminiert in seiner Licht- und Objektwirkung schließlich in Hunderten von Glasmurmeln, die mit leisem Klacken leuchtend über die Bühne rollen. “You know, we know this is very beautiful”, bemerkt der Sprecher dazu ins Publikum. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Rui Horta
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