Über das Werk
Choreographie: Irina Pauls; Premieretheater: Oldenburgisches Staatstheater, 1999
Mit den Worten “Komm. Nur einmal. Komm” endet Ingeborg Bachmanns Erzählung “Undine geht”. Sie lieh Irina Pauls den Titel für ihr 1999 choreographiertes Tanztheaterstück “Nur einmal komm!”, in dem sich das Elementarwesen Undine und der Spieler begegnen, der dem Protagonisten des gleichnamigen Romans von Fjodor Dostojewski nachempfunden ist. Beide sind Außenseiter, Abweichler aus der weiß gekleideten, in Korsetts gezwungenen Gruppe; beide sind extreme Individualisten: Undine ist zwischen 33 Wasserhähnen in ihrem Element, spritzt, putzt auf, brabbelt, spielt mit Muscheln, ist naiv und kindlich. Der Spieler tigert unruhig über die steil ansteigende Tanzfläche, wenn er nicht ins Leere stiert. Sein Interesse gilt den drei Spielautomaten und dem Dirigenten, der – eine Collage leitend, die von Werken Pjotr Tschaikowskis bis zum Jazz Chick Coreas reicht – vom Spieler von hinten angegangen wird.Zum Schluss sitzen Undine und der Spieler gemeinsam und doch einsam vor den blinkenden Spielautomaten. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Irina Pauls
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