Über das Werk
Choreographie: Marguerite Donlon; Premieretheater: Tanzfabrik Berlin, 2002
Zwei Tänzer in Beziehung zu ihren filmischen Ebenbildern: Eine riesige Videoprojektion im Hintergrund, die dem Bühnenbild eine besondere optische Tiefenwirkung verleiht – kreiert vom bildenden Künstler Oliver Möst –, stellt ein ungewöhnliches Setting für den Tanz in “Different Directions” bereit. Die zwei Tänzer versuchen permanent, mit den Videosequenzen in Verbindung zu treten; manchmal haben sie Erfolg, manchmal nicht. Marguerite Donlon hat ihnen in ihrem 2002 entstandenen Stück ein dynamisches Modern-Dance-Idiom zur Verfügung gestellt, mit wechselweise weichen, fließenden und eckigen, harten Bewegungen. Doch die überraschendsten Motionen liefert das Video: Hier ist die Schwerkraft aufgehoben (Körper verharren in der Luft oder fallen in einem unvermuteten Moment zu Boden), die virtuellen Tänzer können verschwinden und wieder erscheinen. Sind das die verschiedenen Richtungen, die der Titel von Marguerite Donlons Choreographie meint? (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Marguerite Donlon
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