Diu Vallende Suht

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Diu Vallende Suht

Choreographie: Henrietta Horn; Premieretheater: Tanzhaus NRW, 1998

Uraufführung
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Über das Werk

Choreographie: Henrietta Horn; Premieretheater: Tanzhaus NRW, 1998

Ein Buch über krankhafte ekstatische Zustände in der Malerei faszinierte die Choreographin so sehr, dass sie zu recherchieren begann. In Archiven fand sie Material über eine Krankheit, die früher “Diu Vallende Suht”, später “Veitstanz” genannt wurde. Starkes Zittern, unkontrollierte Bewegungen machten den Befallenen das Leben schwer. Für Heilung dankte man in der Echternacher Springprozession: Dabei sprangen die Beteiligten nach einigen Schritten vorwärts und wieder zurück. Henrietta Horn und ihre Tänzer, Ardan Hussein und Soo-Jin Heil, forschten mit ihren Körpern, spürten nach, in welcher Verfassung diese Menschen gewesen sein mochten. Daraus entstand 1996 das Stück “Diu Vallende Suht”. In bäuerlich anmutenden Kostümen beginnen sie einen Tanz der Gesichtszüge. Rhythmisiert und im steten Wechsel, verziehen sie ihr Gesicht zu Grimassen, halten sie kurz, verzerren sich dann zu einer neuen. Schließlich beginnen die drei ihre eigene Springprozession zu Musik des Mittelalters. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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