54Choreografien
10Filme
17Videosequenzen
1Archivbilder
Biografie
Horn studierte 1987 bis 1992 hauptsächlich „Elementaren Tanz“ an der „Deutschen Sporthochschule“ in Köln. Nach dem Abschluss gründete sie, gemeinsam mit der brasilianischen Tänzerin Caterina Gadelha (1966*) und der türkischen Tänzerin Suna Göncü (1969*) die Tanzgruppe „Terza e Uno“, mit der sie ihre ersten Choreografien erarbeitete. Von 1992 bis 1996 setzte sie ihr Tanzstudium an der Folkwang Hochschule in Essen fort. 1999 wurde sie zusammen mit Pina Bausch zur Co-Leiterin des „Folkwang Tanzstudios“ berufen, mit dem sie weitere Choreografien erarbeitete. Seit sie 2008 die künstlerische Leitung in Essen beendet hat, arbeitet sie weltweit freischaffend als Tänzerin und Pädagogin. Horn tourte im In- und Ausland und ließ sich dabei, ähnlich wie Bausch, von Kulturen anderer Länder wie Indien oder Brasilien inspirieren. Obgleich ihre Bewegungsforschung und -gestaltung sich sehr stark auf die Umsetzung von musikalischen Motiven bezieht, spielen auch die Themen Malerei und Videokunst eine Rolle in ihren Choreografien. Stilistisch arbeitet sie mit Verbindungen aus „Ausdruckstanz“, Modernem Tanz und folkloristischen Elementen, wie dem japanischen „Bunraku“ Puppentheater für „Eshi der Maler“. Italienische Folklore der Tarantella wurde zum Kern ihrer Choreografie „Diu Vallende Suht“ (Veitstanz, Choreomanie) die Tänzer in einem scheinbar außer Kontrolle geratenen Zustand zeigt. Das thematische Spektrum Horns ist weit und bringt unterschiedliche Gefühle zum Ausdruck. Es erstreckt sich zwischen Ihrem düsteren „Solo“, das Einsamkeit in der Paarung von Stuhl und Tisch zeigt, bis zu ihrer amüsanten Choreografie „Der Hahn ist tot“ einer Revue, gepaart mit Videomontagen. Von 2013 bis 2019 befasste sie sich mit Rekonstruktionen einiger Tänze von Mary Wigman. In diesem Zusammenhang bezeichnete sie sich humorvoll als „Second Hand Choreografin (tanz, März 2017, S. 27/28.) Die Arbeit Horns wurde mehrfach in Filmportraits dargestellt. So 1992 in Zum Tanzen geboren (WDR), Einfach tanzen (ARTE, 2006) und Folkwang meets Afrika (Deutsches Tanzfilminstitut, 2006). 2008 erhielt sie den „Künstlerinnenpreis des Landes NRW für Choreographie / Zeitgenössischen Tanz“. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)Lebensstationen
- 1968
Geburt in Berlin
Henrietta Horn wird in Berlin geboren.
- 1987–1992
Studium in Köln
Studium des „Elementaren Tanzes“ an der Deutschen Sporthochschule Köln.
- 1992
Gründung von Terza e Uno
Gründung der Tanzgruppe „Terza e Uno“ mit Caterina Gadelha und Suna Göncü.
- 1992–1996
Folkwang Hochschule
Fortsetzung des Tanzstudiums an der Folkwang Hochschule in Essen.
- 1999
Folkwang Tanzstudio
Berufung zur Co-Leiterin des Folkwang Tanzstudios gemeinsam mit Pina Bausch.
- 2008
Künstlerinnenpreis NRW
Auszeichnung mit dem Künstlerinnenpreis des Landes NRW für Choreographie / Zeitgenössischen Tanz.
- 2013–2019
Rekonstruktionen von Mary Wigman
Arbeit an Rekonstruktionen von Tänzen Mary Wigmans.
Choreografien
- 2021 All you need is less
- 2021 Grauzonen / Stream
- 2020 Contrapunctus
- 2019 Blickwechsel / I DANCE Taipei
- 2019 Rekonstruktion „Die Feier“, Mary Wigman
- 2018 Untier
- 2018 tanz_PLEIADES
- 2017 Rekonstruktion „Danse Macabre“, Mary Wigman
- 2017 Auftaucher
- 2016 2016 Kaiserkleider
- 2015 LSP (Improvisationen zu John Cage)
- 2013 Rekonstruktion „Le Sacre du Printemps“, Mary Wigman
- 2012 Rotlicht
- 2012 Pixelmann
- 2012 Fliegen verlernt Vogel
- 2011 Herzrasen
- 2011 Kribbeln
- 2010 Flash Mob
- 2010 Cardoon Club
- 2009 Schimmer / Treibschatten (Solo)
- 2009 Siebzehn
- 2008 Ablicht
- 2007 Dialoge
- 2007 Freigang
- 2006 Blauzeit (Henrietta Horn)
- 2004 Artischocke im Silbersee (Henrietta Horn)
- 2003 Prallen (Henrietta Horn)
- 2003 Der Hahn ist tot (Henrietta Horn)
- 2002 Eshi – der Maler (Henrietta Horn)
- 2001 Lakenhal (Henrietta Horn)
- 2000 Auftaucher (Henrietta Horn)
- 1999 Itambé (Henrietta Horn)
- 1999 Solo (Henrietta Horn)
- 1998 Diu Vallende Suht (Henrietta Horn)
- 1997 Gewege (Henrietta Horn)
- 1997 Mandalaman (Henrietta Horn)
- 1996 Horst (Henrietta Horn)
- 1996 Dankhang (Henrietta Horn)
- 1996 Dwoje (Henrietta Horn)
- 1996 Ka-non (Henrietta Horn)
- 1995 Hopela (Henrietta Horn)
- 1995 Und es geht (Henrietta Horn)
- 1994 Ewi A Malachim (Henrietta Horn)
- 1994 Ach Du … (Henrietta Horn)
- 1993 Vicine (Henrietta Horn)
- 1992 Legiona (Henrietta Horn)
- 1992 Raff-Love-Fellow (Henrietta Horn)
- 1992 Poselskayadzitba (Henrietta Horn)
- 1991 Solo (Henrietta Horn)
- 1991 Mich und Dein (Henrietta Horn)
- 1990 It could have been very, very beautiful (Henrietta Horn)
- 1990 Ant steps on elephants toe (Henrietta Horn)
- Freigang (Henrietta Horn)
- Whispering Colour (Henrietta Horn)
Filme und Dokumente
Rotlicht
2012
Blauzeit
2006
Choreografische Avantgarde: Henrietta Horn
2005
Tanz unterwegs: Henrietta Horn
2005
6. Tele-Tanzjournal
2003
Eshi – der Maler
2002
4. Tele-Tanzjournal
2000
Tanztheater heute
1998
3. Tele-Tanzjournal
1997
Literatur und Weblinks
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