Über das Werk
Choreographie: Henrietta Horn; Premieretheater: Folkwang Tanzstudio, 2000
Eine kurze Fassung von „Auftaucher“ präsentierte Henrietta Horn bereits im Jahr 2000. Ein Jahr später zeigte sie das inzwischen auf abendfüllende Länge erweiterte Stück als von beharrlichen Stimmungswechseln geprägtes Werk zwischen Bedrohung und hoffnungsvoller Lebensfreude. Den Tänzerinnen und Tänzern des Folkwang Tanzstudios hat sie das Rasseln beigebracht und es mit Musik von fanfarc pourpour und Ondekoza kombiniert. Das Grundmotiv bildet die antagonistische Spannung zwischen Gruppe und einzelnem, der die Führerschaft für sich beansprucht. Ein durchgängiger Dauertakt wirkt wie ein zwingender Grundrhythmus, unter den sich alle auf Wunsch eines einzelnen fügen sollen. Doch dagegen wird aufbegehrt. Solistisch klinken sich einzelne aus, um verhaltener oder direkter dem eigenen Rhythmus zu folgen, zusammen setzen sie sich zur Wehr. Schließlich lassen die in grauschwarze Abendkleider gewandeten Tänzer den »Bestimmer« sitzen und frönen ihrer Tanzlust und Freiheit selbstbestimmt hinter der Bühne. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Henrietta Horn
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