P(Elleas) und M(Elisande)

Bühnenwerke · Tanzlexikon

P(Elleas) und M(Elisande)

Choreographie: Urs Dietrich. Premiereensemble: Bremer Tanztheater (Bremer Theater, Concordia), 1999

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Über das Werk

Choreographie: Urs Dietrich. Premiereensemble: Bremer Tanztheater (Bremer Theater, Concordia), 1999

Die Blaskapelle Lauter Blech spielt auf zu einem verhangenen Reigen voll Eros und Thanatos, Trennung und Zärtlichkeit, Trauer und Trost. Zu Arrangements nach Charles Ives, Johnny Griffin und Will Embling begegnen sich in “P(elleas) und M(elisande)” von Urs Dietrich vier Paare und gehen wieder auseinander. In aller Gelassenheit, beinahe heiter angesichts des Unabwendbaren des endgültigen Abschieds. Maurice Maeterlincks symbolistisches Stück stand dabei nicht mit seiner Handlung Pate, eher prägte es die entrückte Atmosphäre des 1999 kreierten Stücks, die somnambulen Augenblicke, wenn Tänzer wieder und wieder zu Boden sinken, sich über ihn wälzen oder vergangenen Standardtänzen nachspüren. Auch der dämmrige Raum mit seiner dunklen Vertäfelung und den violetten Vorhängen verweist auf einen Raum längst vergangener Lustbarkeiten. Gerahmt wird dieser Reigen seliger Geister, der durchaus seine skurrilen Momente hat, von einer Tänzerin, die sich, begleitet von einer Trösterfigur, zu Beginn auf einer Diagonalen bewegt, und einem Tänzer, der das am Schluss tut. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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