Kraanerg

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Kraanerg

Choreographie: Joachim Schlömer; Premieretheater: Deutsches Nationaltheater Weimar, 1995

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Über das Werk

Choreographie: Joachim Schlömer; Premieretheater: Deutsches Nationaltheater Weimar, 1995

Auf dem weiß ausgeschlagenen Orchestergraben tanzen Lichtreflexe eines imaginären Meeres, seitlich sind weiße Mauern hochgezogen, eine Wand läßt vorn zunächst nur einen schmalen Raum zum Tanzen frei. Als sich später die Wand hebt, gibt sie den Blick frei auf das Tableau einer Expeditionsgruppe. Joachim Schlömers 1995 uraufgeführtes Stück “Kraanerg” (zur gleichnamigen Komposition von Iannis Xenakis) spielt in einer Eislandschaft. Belebt ist sie von Tänzerinnen und Tänzern in weißer kniekurzer Skiunterwäsche, Geschöpfen, die ruhig ihre Bahnen ziehen, die Arme eckig abgewinkelt. Dabei erstarren sie oft nach einem staksigen Schritt in einer Pose. Zwischen diesen Geschöpfen und den Menschen mit Schlitten und Schneeschuhen beginnt ein Kräftemessen. Die Expeditionsteilnehmer ziehen zappelnde Wesen hinter sich her, doch je weiter sie vordringen, desto größere Verluste müssen sie hinnehmen. Schließlich bleibt eine Frau übrig. Wie im Wahn sieht sie ihren Begleiter neben blühenden Blumen sitzen, bevor sie im Schnee zusammenbricht. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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