Über das Werk
Choreographie: Sasha Waltz; Premieretheater: Schaubühne am Lehniner Platz, 2000
Mit „Körper“ begann Sasha Waltz nicht nur im Jahr 2000 die neue Ära an der Berliner Schaubühne, zu deren Leitungsteam sie zählte, sondern auch ihre mit „S“ und „noBody“ fortgesetzte Trilogie über den Körper, seine gesellschaftspolitischen Einschreibungen und Zuschreibungen. Hier steht die Materialität des Körpers im Vordergrund, seine biologische Masse, die in einer Reihe von Szenen vorgeführt wird. Der Körper wird vermessen, gewogen bezeichnet, entleert oder »ausgetauscht«. In einer der bildkräftigsten Szenen schieben sich die sechs Tänzerinnen und sieben Tänzer nur mit einer Unterhose bekleidet hinter eine Glasscheibe, pressen sich langsam aneinander vorbei, lassen sich auf die vorhandenen Körper herab, sie drückend, verschiebend, überdeckend. In anderen Szenen werden Körper zu ornamentalen Mustern im Raum arrangiert oder geben Tänzer in der Tradition des Tanztheaters Auskunft über ihre Befindlichkeit. „Körper“ wurde zum bislang erfolgreichsten Stück von Sasha Waltz. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Sasha Waltz
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