Sasha Waltz

Personen · Tanzlexikon

Sasha Waltz

Tänzerin, Choreografin

*1963; Karlsruhe (BRD) Schaubühne am Lehniner Platz

Waltz, die zunächst Malerin werden wollte, erhielt ihren ersten Tanzunterricht bei Waltraut Kornhaas, einer Schülerin von Mary Wigman.

40Choreografien
13Filme
14Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

Waltz, die zunächst Malerin werden wollte, erhielt ihren ersten Tanzunterricht bei Waltraut Kornhaas, einer Schülerin von Mary Wigman. Von 1983 bis 1986 studierte sie Tanz an der „School for New Dance Development“ in Amsterdam und ging 1986 bis 1988 nach New York. Dort tanzte sie mit Pooh Kaye, Yishiko Chuma und Lisa Kraus. 1988, zurück in Europa, und nachdem sie 1993 ein Stipendium erhalten hatte, gründete zusammen mit dem Dramaturgen Jochen Sandig ihre Gruppe „Sasha Waltz & Guests“ in Berlin und begann zu choreografieren. Dramaturgin der Gruppe ist ihre Schwester Yoreme Waltz. Zugleich begann sie ihre lebenslange Zusammenarbeit mit interdisziplinären Künstlern mit ihrer Improvisationsreihe „Dialogue“ im „Künstlerhaus Bethanien“ und in Gebäuden vor deren Eröffnung, darunter 2009 für das „Neue Museum Berlin“ und das Radialsystem V Es war seitdem ihr Proben – und Aufführungsraum für ihre Kompanie in Berlin. , das „Jüdische Museum“ in Berlin und die „Elbphilharmonie“ in Hamburg. 1999 übernahm sie, gemeinsam mit dem Regisseur Thomas Ostermeier, Sandig und Jens Hillje, die künstlerische Leitung der Schaubühne am Halleschen Ufer. Mit sich beschleunigenden Slapstick-Bewegungen, die in ihrer Trilogie „Travelogue“ die Kämpfe innerhalb einer Wohngemeinschaft zeigen, gehörte die Choreografin Sasha Waltz in den 1990er Jahren zu den anerkanntesten Tanztheatertalenten. Zehn Jahre später gehörte sie zum Regieteam der „Berliner Schaubühne“ und dessen Neueröffnung sie mit „Körper“, „S“ und „NoBody“ – einer Trilogie über die Wahrnehmung des Körpers in Bezug auf Architektur, Wissenschaft, Geschichte, Eros und Tod – feierte. 2010 entwarf sie, zusammen mit dem Architekturbüro „Milla und Partner“ einen Vorschlag für das Deutsche Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin, den sie mit „Bürger in Bewegung“ gewannen. Wegen kritischer Meinungen wurde auch ein überarbeiteter Entwurf nicht realisiert. 2013 / 2014, anlässlich ihres 50sten Geburtstages zeigte das „Zentrum für Kunst und Medientechnologie“ (ZKM) in ihrer Geburtsstadt die Ausstellung „Sasha Waltz – Installationen Objekte Performances“. Dazu erschien ein Katalog. Waltz gründete mit Unterstützung der BASF ein Programm zur Förderung junger Choreografen und am Radialsystem eine Kindertanzgruppe. (Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1983–1986

    Studium in Amsterdam

    Studiert Tanz an der School for New Dance Development.

  2. 1986–1988

    New York

    Arbeitet in New York mit Pooh Kaye, Yishiko Chuma und Lisa Kraus.

  3. 1993

    Gründung von Sasha Waltz & Guests

    Gründet in Berlin gemeinsam mit Jochen Sandig die Kompanie Sasha Waltz & Guests.

  4. 1999

    Schaubühne am Halleschen Ufer

    Übernimmt gemeinsam mit Thomas Ostermeier, Jochen Sandig und Jens Hillje die künstlerische Leitung.

  5. 2010

    Bürger in Bewegung

    Gewinnt mit Milla und Partner den Wettbewerb für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin.

  6. 2013–2014

    Ausstellung im ZKM

    Das ZKM in Karlsruhe zeigt die Ausstellung „Sasha Waltz – Installationen Objekte Performances“.

Choreografien

  • 2017 Women (mit Bezug zur „Dinner Party“ von Judith Chicago)
  • 2011 Matzsukatze
  • 2010 Continu
  • 2010 Métamorphoses
  • 2008 Jagden und Formen (Rihm)
  • 2007 Romeo et Juliette (Berlióz)
  • 2006 Medea
  • 2006 Solo für Vladimir Malakhov
  • 2005 Gezeiten (Sasha Waltz)
  • 2004 Impromptu
  • 2003 Insideout – eine Installation (Sasha Waltz)
  • 2002 noBody (Sasha Waltz)
  • 2000 Körper (Sasha Waltz)
  • 2000 S (Sasha Waltz)
  • 1999 Dialoge 99 (Sasha Waltz)
  • 1998 Na Zemlje (Sasha Waltz)
  • 1998 Rötung
  • 1997 Zweiland (Sasha Waltz)
  • 1996 Allee der Kosmonauten (Sasha Waltz)
  • 1995 Travelogue III – All ways six steps (Sasha Waltz)
  • 1994 Travelogue II – Tears break fast (Sasha Waltz)
  • 1994 Paulinchen allein zu Haus (Musik Jochen Sandig)
  • 1993 Travelogue I (Sasha Waltz)
  • 1993 Travelogue I – Twenty to eight (Sasha Waltz)
  • 1993 Dialoge beginnen (Sasha Waltz)
  • 1993 Bungalow (mit Takako Suzuki, Musik Peter Hollinger)
  • 1993 DIDO & AENEAS
  • 1991 Morgen war sie sprachlos
  • 1991 False Trap (Musik Micha Schilling)
  • 1990 Anna hat kein Heimweh mehr
  • 1987 How come weg (Musik Tristan Honsinger)
  • 1987 Schwarze Sirene
  • 1987 Rifle (mit David Zambrano)
  • 1987 David und Goliath (mit David Zambrano)
  • 1985 Das Meer in mir
  • Hoch (&) hinaus (Sasha Waltz)
  • Strange (Sasha Waltz)
  • Open Church
  • Impromptus (Sasha Waltz)
  • DIDO & AENEAS (Sasha Waltz)

Filme und Dokumente

Kein Bild

Trends Part Two, German Dance Platform 2006

2006

Kein Bild

Trends Part One, German Dance Platform 2006

2006

Kein Bild

noBody

2002

Kein Bild

Tanz im Film: Tanznacht Berlin 2000

2000

Kein Bild

Allee der Kosmonauten

1999

Kein Bild

Tanz im Film: Zweiland

1997

Kein Bild

Close-Up on Berlin

1996

Literatur und Weblinks

  • Laura Aimo: “Corpo Danza Creazione. Sasha Waltz & Guests”,
  • Schlangenwerth, Michaela: Nahaufnahme Sasha Waltz, Gespräche mit Michaela Schlangenwerth, Berlin 2008/2012/2016.
  • Sasha Waltz: Gezeiten, Berlin 2006.
  • Sasha Waltz: Cluster, Berlin, 2007.
  • „Sasha Waltz“, Karlsruhe 2014. (Kat.)
  • Karin Weiß: „Eine Analyse der choreografischen Oper Dido & Aeneas von Sasha Waltz: Unter besonderer Beachtung musik- und tanzästhetischer Aspekte und deren Verbindung“, Wien 2018.

Internetseite Sasha Waltz

Artikel in der Wikipedia

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