Joachim Schlömer

Personen · Tanzlexikon

Joachim Schlömer

Tänzer; Choreograf; Regisseur

*1962 Monheim (Deutschland); Ulmer Theater

88Choreografien
3Filme
18Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

Schlömer studierte Architektur, brach das Studium aber ab, um Tanzunterricht in Berlin zu nehmen und ein Jahr später vier Jahre Tanz an der „Folkwangschule“ (heute „Folkwang Universität der Künste“) in Essen zu studieren, wo er auch schon zu choreografieren begann. 1988 tanzte er am „Theatre de la Monnaie“ in Brüssel. 1990 gründete er seine „Compagnie Josch“, die eineinhalb Jahre existierte, da er ab 1991 das Ballett des Theaters in Ulm leitete. 1994 wechselte er mit der ganzen Ulmer Kompanie an das Tanztheater des „Deutschen Nationaltheaters Weimar“, wo er nur noch für Tanz zuständig war. Ab 1996 leitete er das Tanztheater in Basel. Anschließend arbeitete er freiberuflich und gründete mit David Finn die Performance Gruppe fishhouse in San Francisco und mit Graham Smith (1972*) die Zweimanngruppe dogs in Lissabon, mit der er eine Europatournee machte. Im Auftrag von Michael Baryshnikov choreographierte er drei Stücke für dessen „White Oak Dance Project“ in New York. 2001 bis 2008 arbeitete er als freischaffender Choreograf und Regisseur – für die „Salzburger Festspiele“ und das „Burgtheater“ in Wien, für das „Staatstheater“ Köln und für die Oper Stuttgart. Er gründete das Tanz/Performance Kollektiv PVC. 2009 bis 2013 leitete er das Festspielhauses St. Pölten. Er entwickelte über mehrere Jahre Stücke als Dramaturg, Mentor und Kurator in der Schillertheater Werkstatt Berlin für die „Tanzkomplizen“ und die „Offensive Tanz für junges Publikum – TANZPAKT“. Schlömer experimentiert aus dem Tanz heraus an den Grenzen zwischen Schauspiel, Oper, Musik und Medienkunst. Er erhielt 1995 den „Dr. Otto Karsten-Preis“ und 1996 den Deutschen Kritikerpreis. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1962

    Geburt in Monheim

    Joachim Schlömer wird in Monheim geboren.

  2. 1988

    Brüssel

    Tanz am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.

  3. 1990

    Compagnie Josch

    Gründung seiner Compagnie Josch.

  4. 1991

    Theater Ulm

    Leitung des Balletts am Theater Ulm.

  5. 1994

    Deutsches Nationaltheater Weimar

    Wechsel mit der Ulmer Kompanie an das Tanztheater in Weimar.

  6. 1996

    Tanztheater Basel

    Leitung des Tanztheaters in Basel.

  7. 2001

    Freischaffende Arbeit

    Arbeit als freischaffender Choreograf und Regisseur.

  8. 2009

    Festspielhaus St. Pölten

    Leitung des Festspielhauses St. Pölten bis 2013.

Choreografien

  • 2020 In der Dunkelheit
  • 2019 Schau mich an
  • 2018 Blackbird
  • 2016 Birds
  • 2013 alles bewegt
  • 2013 Österreich tanzt Baby!
  • 2011 Loveline
  • 2010 Engel der Verzweiflung
  • 2008 In Schnee
  • 2005 morton, morton, morton (Joachim Schlömer)
  • 2004 speed. neither/nor (Joachim Schlömer)
  • 2004 ten (Joachim Schlömer)
  • 2004 infinito nero (Joachim Schlömer)
  • 2003 cindy & alice (Joachim Schlömer)
  • 2003 about kings, queens and witches
  • Tanz- und Musiktheater von Joachim Schlömer (Joachim Schlömer)
  • 2002 The day I go to the body (Joachim Schlömer)
  • 2002 haltungen 1-3 (Joachim Schlömer)
  • 2002 Les larmes du ciel (Joachim Schlömer)
  • 2002 The Platform (Joachim Schlömer)
  • 2001 Senza fine (Joachim Schlömer)
  • 2001 15 – In fifteen seconds (Joachim Schlömer)
  • 2001 on the road (Joachim Schlömer)
  • 2000 500 sekunden stück (Joachim Schlömer)
  • 2000 Suite multiple attitude (Joachim Schlömer)
  • 2000 hamlet (basler fassung) (Joachim Schlömer)
  • 2000 Central Park in the dark (Joachim Schlömer)
  • 1999 bernarda albas haus (Joachim Schlömer)
  • 1999 La Guerra d´amore (Joachim Schlömer)
  • 1998 wege und markierungen (Joachim Schlömer)
  • 1998 Lissabon-Project (Joachim Schlömer)
  • 1998 May Day (Joachim Schlömer)
  • 1997 die weise von liebe und tod des cornets christoph rilke (Joachim Schlömer)
  • 1997 Orfeo ed Euridice (Joachim Schlömer)
  • 1997 Concerto (Joachim Schlömer)
  • 1997 Orpheus und Euridice (Joachim Schlömer)
  • 1997 Petruschka (Joachim Schlömer)
  • 1996 Liebesglut (Joachim Schlömer)
  • 1996 Herbst (Joachim Schlömer)
  • 1996 geschenk am fuss (Joachim Schlömer)
  • 1996 hamlet 1, 2, 3 (Joachim Schlömer)
  • 1996 Stille Nacht (Joachim Schlömer)
  • 1995 Hochland oder Der Nachhall der Steine (Joachim Schlömer)
  • 1995 Kraanerg (Joachim Schlömer)
  • 1994 Blue Heron (Joachim Schlömer)
  • 1994 Und in der Ferne die Nacht (Joachim Schlömer)
  • 1994 Behind White Lines (Joachim Schlömer)
  • 1993 Albert zieht um (Joachim Schlömer)
  • 1993 Neuschnee in Troja (Joachim Schlömer)
  • 1993 Orestie (Joachim Schlömer)
  • 1992 Torpedokäfer (Joachim Schlömer)
  • 1992 Pierrot lunaire (Joachim Schlömer)
  • 1992 Louisiana Mama (Joachim Schlömer)
  • 1992 Schwarzwädlerkirsch (Joachim Schlömer)
  • 1992 Das Meer in 2 Etagen (Joachim Schlömer)
  • 1992 Saltarello (Joachim Schlömer)
  • 1992 kleiner mann was nun? (Joachim Schlömer)
  • 1991 Ferse und Flügel (Joachim Schlömer)
  • 1991 get off of my cloud (Joachim Schlömer)
  • 1991 schnitter (Joachim Schlömer)
  • 1991 Der Tod und das Mädchen (Joachim Schlömer)
  • 1991 schoss (Joachim Schlömer)
  • 1991 Irrwisch (Joachim Schlömer)
  • 1990 les étoiles (Joachim Schlömer)
  • 1990 Shoulder to Shoulder (Joachim Schlömer)
  • 1990 Regentanz (Joachim Schlömer)
  • 1990 sentimental me (Joachim Schlömer)
  • 1990 Der Raum, der dreht (Joachim Schlömer)
  • 1990 Duett A + B (Joachim Schlömer)
  • 1990 Ballades (Joachim Schlömer)
  • 1990 Es sang vor Jahren (Joachim Schlömer)
  • 1990 Arcon (Joachim Schlömer)
  • 1990 Stilleben (Joachim Schlömer)
  • 1990 Stranger than Picnic (Joachim Schlömer)
  • 1989 Home Sweet Home (Joachim Schlömer)
  • 1989 Danza Populare (Joachim Schlömer)
  • 1988 Impromptu (Joachim Schlömer)
  • 1988 Ariba – Aqui (Joachim Schlömer)
  • 1988 Solo (Joachim Schlömer)
  • 1988 Marathon (Joachim Schlömer)
  • 1987 Mauser (Joachim Schlömer)
  • 1986 Variante N. 4 (Joachim Schlömer)
  • 1986 duet (Joachim Schlömer)
  • 1985 ohne worte (Joachim Schlömer)
  • 1985 Vierklang (Joachim Schlömer)
  • 1985 weg (Joachim Schlömer)
  • 1984 Ritual (Joachim Schlömer)
  • The fish house Cuisine Dance (Joachim Schlömer)

Filme und Dokumente

Kein Bild

Choreografische Avantgarde: Joachim Schlömer

2005

Kein Bild

Tanz unterwegs: Joachim Schlömer

2005

Literatur und Weblinks

  • A. T. Schäfer: “Senza Fine 12 Inszenierungen von Joachim Schlömer”, Heidelberg 2004.

Internetseite Joachim Schlömer

Artikel in der Wikipedia

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