Travelogue I – Twenty to eight

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Travelogue I – Twenty to eight

Choreographie: Sasha Waltz; Premieretheater: Sophiensäle, 1993

Uraufführung
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Über das Werk

Choreographie: Sasha Waltz; Premieretheater: Sophiensäle, 1993

Mit der “Travelogue”-Trilogie begann 1993 die Karriere von Sasha Waltz. Deren erster Teil, “Twenty to eight”, spielt in einer Küche. Der Kühlschrank ist das Objekt der Begierde, der Futterneid der Wohngemeinschaft ein Thema in diesem an hochbeschleunigten Aktionen überaus reichen Tanztheaterstück. Mit slapstickhaftem Witz werden hier Lust und Frust in der Wohnküche gezeigt. Duette schwanken zwischen Begierde und Zurückweisung, sexueller Anmache und offener Aggression. Am Küchentisch verhaken sich Körperteile von Mann und Frau ineinander, stoßen sich ab, halten sich fest, tauchen untereinander weg. Die Interaktionen sind voll Tempo, knapp und direkt. Partner der Tänzerinnen und Tänzer können auch die Objekte und Requisiten werden, die Tür etwa, die wie im Stummfilm für eine Fülle komisch-absurder Vorfälle sorgt. In rasendem Stillstand entwickeln die Bewegungen der Tänzer eine Eigendynamik, werden zu sinnentleerten Aktionen, die zu der absurden Komik des Stücks entscheidend beitragen. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

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