20.–21. JahrhundertZeitraum
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Über das Thema
Das weltweit einmalige deutsche Theatersystem mit seinen Stadt- und Staatstheatern bietet auch vielen Tanzensembles eine gesicherte Arbeitsgrundlage. Es garantiert den Tänzern und Choreographen eine gewisse Kontinuität in ihrer Arbeit und dem Publikum eine flächendeckende „Kulturversorgung“. Verbunden ist damit in aller Regel die Verpflichtung zur Kreation von zwei Premieren pro Spielzeit sowie meistens auch die Mitwirkung in Opern sowie Musicals. Seit dem Beginn Tanztheater-Revolution versuchen daher die Choreographen immer wieder, eine gewisse Unabhängigkeit von der üblichen Anbindung an die Opernsparte zu erreichen. Sie bedeutet Freiheit von Opern- und Musical-Diensten, vor allem aber eine Verfügungsgewalt über die nicht unbeträchtlichen Einnahmen, die durch Gastspiele erzielt und dem Tanz meist nicht zur Verfügung gestellt werden. Erreicht haben diese Unabhängigkeit bislang jedoch nur wenige Choreographen, unter ihnen Pina Bausch in Wuppertal, William Forsythe in Frankfurt am Main und neuerdings Sasha Waltz in Berlin. Darüber hinaus ist die Tanzsparte aufgrund wirtschaftlicher Probleme in den letzten Jahren immer wieder als erste von Schließungen bedroht. Der Mangel an innerbetrieblicher Eigenständigkeit und Wertschätzung von Seiten der Politik steht in einem Missverhältnis zur internationalen Anerkennung, die der Tanz aus Deutschland genießt. (Norbert Servos)Menschen und Verbindungen
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