Über das Werk
Choreographie: Pina Bausch. Premiereensemble: Tanztheater Wuppertal (Opernhaus Wuppertal), 1998
1997 hielt sich das Tanztheater Wuppertal in Lissabon auf, um für ein neues Stück zu proben. Das Resultat, das 1998 uraufgeführte “Masurca Fogo”,enthält Elemente der portugiesischen Welt. So rufen die Tänzer wiederholt portugiesische Wörter heraus, und ein Tänzer versichert regelmäßig, dass alles gut, “tudo bem”, sei. Wasser ist ein bestimmendes Motiv in “Masurca Fogo”, deutlich zu sehen in den Videoeinspielungen von ans Ufer brandenden Wellen. Passend dazu findet sich im ersten Teil als Bühnenbild ein nach hinten ansteigender Fels. Pina Bausch hat zahlreiche rasante Soli zwischen die gestischen und gesprochenen Passagen gesetzt, und mehrfach erscheint eine Sequenz, in der ein Mann Anlauf nimmt und in die Arme anderer Männer springt. Zur durchweg heiteren Stimmung des Stücks trägt die vielseitige Musikcollage bei, in der ein langsamer Paartanz der Kapverdischen Inseln, die “masurca” – die jeweils am Ende der beiden Teile getanzt wird –, dem Stück seinen Namen geliehen hat. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Pina Bausch
Marion Cito
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