Komische Oper Berlin

Institutionen · Tanzlexikon

Komische Oper Berlin

Tanztheater in Ost-Berlin – geprägt durch Tom Schilling.

1965Gegründet · prägend
3Verbindungen
1Filme im Archiv
BerlinStandort

Über die Institution

In Ost-Berlin gelegen erlebte das Tanztheater der Komischen Oper seine Blütezeit unter der Ägide von Tom Schilling, der hier von 1965 an als Chefchoreograph, von 1974 – 93 auch als Künstlerischer Leiter des Ensembles wirkte. Schilling hatte noch u.a. bei [Dore Hoyer und Mary Wigman studiert, war jedoch ebenso in der Klassik beheimatet. In seinen tanzdramatischen Werken verband Schilling Eleganz und Schrittmaterial des Balletts mit der Bewegungsfreiheit des ausdruckstänzerischen Erbes und kreierte eine eigene Ausprägung des Tanztheaters, die sich von der in Westdeutschland wesentlich unterschied und in der DDR für ein Vierteljahrhundert stilprägend war. Zu seinen dramaturgisch stets klug gebauten Werken der Berliner Zeit zählen u.a. „Aschenbrödel“, „La Mer“, „Undine“, „Romeo und Julia“, „Wahlverwandtschaften“ und „Hoffmanns Erzählungen“. Zu den Schilling-Nachfolgern in der Künstlerischen Leitung gehörten u.a. Marc Jonkers mit dem Chefchoreographen Jan Linkens, Richard Wherlock, Blanca Li und zuletzt Adolphe Binder. Obwohl als Bestandteil eines allen drei Berliner Opernhäusern gemeinsamen Berlin Balletts vorgesehen wurde das Tanztheater der Komischen Oper 2004 ersatzlos aufgelöst. (Norbert Servos)

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