Über das Werk
Choreographie: Tatjana Gsovsky; Premieretheater: Deutsche Staatsoper Berlin Unter den Linden, 1949
Als Tatjana Gsovsky 1955 ihre Choreographie von “Dornröschen” für die Berliner Festwochen erarbeitete, waren die drei großen zaristischen Ballette mit Musik von Pjotr Tschaikowski in Deutschland mitnichten allgemein bekannt. Tatjana Gsovsky ließ die Märchenhandlung unverändert: Prinzessin Aurora wird am Tag ihrer Taufe von der Fee Carabosse, die nicht zur Feier eingeladen wurde, mit dem bekannten Fluch belegt – sollte sich Aurora einmal in den Finger stechen, werde sie für immer schlafen. Glücklicherweise kann die Fliederfee den Fluch dahin gehend abmildern, dass Aurora “nur” in einen 100-jährigen Schlaf fallen wird. An ihrem 16. Geburtstag sticht sich Aurora tatsächlich in den Finger, und 100 Jahre später befreit sie ein furchtloser Prinz aus dem mit Rosen überwucherten Schloss. Tatjana Gsovsky orientierte sich in ihrem Ballett stellenweise an Marius Petipas überlieferter Choreographie aus dem Jahr 1890 und fügte eigene Passagen bei, in denen sie ausdruckstänzerische Elemente mit der Danse d’école verwob. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Tatjana Gsovsky
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