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Biografie
Schröder erhielt eine achtjährige Tanzausbildung u. a. bei Gret Palucca an der „Palucca Hochschule“ in Dresden. Von 1983 bis 1999 tanzte er als Solist, ab 1991 als Erster Solist an der „Oper Leipzig“ unter der Leitung von Dietmar Seyffert, Enno Markwart und ab 1991 von Uwe Scholz. Von 1989 bis 1994 absolvierte er daneben zusätzlich eine Ausbildung als Choreograf an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst und Regie „Ernst Busch“. Zur Spielzeit 1999/2000 wurde er als Ballettdirektor und Chef-Choreograf an das „Mainfranken Theater Würzburg“ berufen, 2001 in gleicher Funktion nach Kiel. Seit 2010 ist er Ballettdirektor und Chefchoreograf des „Leipziger Balletts“. Außerhalb des Leipziger Opernhauses tritt das Leipziger Ballett vor allem über seine Projektreihe Tanz in den Häusern der Stadt in Erscheinung. In diesen Produktionen erkundet Schröder mit seinen Tänzern interessante architektonische Orte, für die, oft im Zusammenspiel mit elektronischen Medien und Werken zeitgenössischer Künstler, architektur- und nutzungsspezifische Choreografien entstehen. Schröder schuf bisher über 100 Choreografien, davon einige zusammen mit seiner Schwester Silvana Schröder. Zu seinen erfolgreichsten Bühnenwerken gehören die Ballette „The Wall“ und „König der Eidechsen“. Schröder ist Mitglied der „Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheater-Direktoren Konferenz“ (BBTK) und seit 2001 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Er wurde für seine choreografische Arbeit mehrfach ausgezeichnet, z. B. 1984, 1986 und 1988 (zusammen mit Silvana Schröder) mit dem „Förderpreis für Choreografie“ beim Ballettwettbewerb in Dessau, zusammen mit Silvana Schröder mit dem „Förderpreis der Stadt Leipzig“ und 2002 wurde er der erste Preisträger des „Rotary-Kulturpreises“ der Stadt Würzburg. 2010 erhielt er das „Kieler Prunksiegel.“ (Presseabteilung Schröder/Nele Lipp)Lebensstationen
- 1965
Geburt in Finsterwalde
Mario Schröder wird in Finsterwalde geboren.
- 1983
Oper Leipzig
Beginn seiner Tätigkeit als Solist an der Oper Leipzig.
- 1989
Ausbildung Choreografie
Zusätzliche Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst und Regie Ernst Busch.
- 1999
Mainfranken Theater Würzburg
Ballettdirektor und Chefchoreograf am Mainfranken Theater Würzburg.
- 2001
Theater Kiel
Übernahme der gleichen Funktion am Theater Kiel.
- 2010
Leipziger Ballett
Ballettdirektor und Chefchoreograf des Leipziger Balletts.
Choreografien
- 2023 Solitude
- 2023 Fusion
- 2021 Rituale (Musik Schubert und Toru Kakemitsu)
- 2019 Magnificat (zu einem Klangteppich aus Kompositionen von Bach,
- 2019 Pergolesi und Live-Musik der indischen Band „Indigo Masala“)
- 2018 Schwanensee (Musik Tschaikowsky)
- 2013 Pax (Musik Zimmermann, Bach)
- 2010 Chaplin
- 2010 Carmina Burana (Musik Orff)/ A Charma at Bug Sur (Musik Adams)
- 2003 Rhapsody (Mario Schröder)
- 2001 König der Eidchsen
- 1998 Seli-unselig Fortunate-unfortunate (Mario Schröder)
- 1996 The Wall (Musik Roger Waters u. Jim Morrison)
Filme und Dokumente
Tanz im Film: Anderland
2005
Gestern Palucca Schüler, heute Choreograph
1998
Literatur und Weblinks
Dagmar Ellen Fischer berichtet über Schröders politisches Engagement
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