Tanz-Folklore in der DDR

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Tanz-Folklore in der DDR

Volkstanz, Ensembles und Tanzforschung in der DDR.

1949–1990Zeitraum
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Über das Thema

Die ersten Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin 1951 zeigten die über alle sprachlichen Grenzen hinweggehenden Völker verbindenden Möglichkeiten des Tanzes deutlich auf. Auf der „Theoretischen Konferenz über die Tanzkunst“ 1953 wurde der Volkstanz als so genannter Nationaltanz zum „Nationales Erbe“ erklärt, das es zu pflegen, zu schützen und weiterzugeben galt. Seit dem wurden in der DDR eine Vielzahl von Laientanzgruppen gegründet und unterstützt. Ensemble mit professionellen Tänzerinnen und Tänzern wurden ins Leben gerufen. Zu ihnen zählten das Staatliche Dorfensemble unter der Leitung von Rosemarie Ehm-Schulz, aus dem das Staatliche Folklore-Ensemble der DDR hervorging. Aenne Goldschmidt gründete und leitete das Staatliche Volkskunst-Ensemble, das spätere Staatliche Tanzensemble der DDR. Zur Pflege der Kultur der Bevölkerungsgruppe der Sorben wurde das Staatliche Ensemble für sorbische Volkskultur gegründet, das auch die Tänze der Sorben aufführte. Die großzügige Unterstützung des Volkstanzes in der DDR ermöglichte es dem Tanzhistoriker Dr. Kurt Petermann, ein an der Erforschung und Dokumentation der Tanzfolklore orientiertes Archiv zu begründen. Aus dieser Initiative entwickelte er das noch heute bestehende Tanzarchiv Leipzig. (Ralf Stabel)

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