Über das Werk
Choreographie: Erich Walter, 1966
Leoš Janácek verstand sein “Streichquartett Nr. 1” als musikalische Umsetzung der “Kreutzersonate” von Leo Tolstoj. 1066 benutzte Erich Walter die Komposition und griff die Dreicksgeschichte auf, gestaltete sie jedoch als eine “Abstraktion der Novelle” (wie ein Kritiker schrieb). Die Bühne ist schwarz verhängt. Auf ihr: die Frau, ihr Mann und ihr Liebhaber. Während sie noch in den Armen des Mannes liegt, zeigen ihre Bewegungen Synchronizität mit denen des Liebhabers, das Paar trennt sich, und es bildet sich ein neues Paar. Doch zum Schluss bleiben drei einsame Individuen zurück. Erich Walter choreographiert über die Satzpausen der Musik hinweg und verleihtdamit dem Ballett eine Geschlossenheit und innere Dramatik, die immer wieder als herausragend gewürdigt wurde. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Erich Walter
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