4Choreografien
2Filme
6Videosequenzen
1Archivbilder
Biografie
Hertling (geb. Schröder) studierte bis 1958 Germanistik und Theater- und Musikwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der „Humbold Universität“ in Berlin. Zunächst arbeitete sie freischaffend für Rundfunk und Theater. Nach einem Auslandsjahr in London arbeitete sie 1962 bis 1987 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der „Akademie der Künste“ in Berlin, Von 1989 bis 2003 war sie Intendantin des „Hebbel Theaters“ in Berlin, von 2003 bis 2006 Direktorin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Sie präsentierte Theater und Tanz aus allen Kontinenten, darunter auch die flämische Avantgarde aus Belgien. In den 1960er Jahren lud sie Tänzer der Postmoderne, z. B.: Merce Cunningham und Trisha Brown nach Berlin ein und stellte deutsche Choreografen wie Gerhard Bohner im Ausland vor. In den 1980er Jahren gründete sie das bis heute erfolgreich bestehende Festival „Tanz im August“. 1988 wurde sie zur künstlerischen Leiterin des Programms „Werkstatt Berlin“ berufen. Von 1989 bis 2003 leitete sie das „Hebbel-Theater“ in Berlin und machte es zu einem neuen Modell für freie Koproduktionen mit internationalen Partnern. 1998 kuratierte sie das nationale Festival „Theater der Welt“. Seit 2003 leitet sie das Kulturprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Hertling ist Präsidentin des „Deutsch-Französischen Kulturrates“ und war 2004 Mitbegründerin der Initiative „A Soul for Europe“Der Titel bezieht sich vermutlich auf Formulierungen des europäisch denkenden Kulturphilosophen Ernst Cassirer (1874-1945) in Bezug auf seine kosmopolitische Konzeption. in der Kultur und Politik Europas vernetzt werden. Eine Publikation der „Akademie der Künste kennzeichnet „ihre künstlerische Vision eines Deutschlands, das seinen Weg aus der Traumatisierung durch soziale und politische Schuld und aus der Zerstörung der Kultur hin zu einer Perspektive in Europa immer neu gestalten muss“. Ins Offene / Into the Open: Nele Hertling. Neue Räume für die Kunst / New Spaces for the Arts, Spector Books OHG; 1. Edition (1. November 2022), ISBN: 3959055579, abgerufen 13. Dezember 2022 Hertling war ab 1998 an der „Akademie der Künste“ in Berlin tätig, 2001 bis 2006 als Vizepräsidentin der Sektion Darstellende Kunst, 2006 bis 2015 als Vizepräsidentin und seit 2017 Direktorin der Sektion Darstellende Kunst. Sie führte das Kulturprogramm der Stadt Berlin zu einem Format für ganz Europa und erhielt national und international viele Auszeichnungen, darunter 1999 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den „Officier de l’Ordre et des Lettes“ und 2018 den „Deutschen Tanzpreis“. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)Lebensstationen
- bis 1958
Studium in Berlin
Studium der Germanistik sowie Theater- und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität.
- 1962–1987
Akademie der Künste
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Künste in Berlin.
- 1988
Werkstatt Berlin
Künstlerische Leiterin des Programms Werkstatt Berlin.
- 1989–2003
Hebbel-Theater
Intendantin des Hebbel-Theaters in Berlin.
- 2003–2006
Berliner Künstlerprogramm des DAAD
Direktorin des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
- 2017
Akademie der Künste
Direktorin der Sektion Darstellende Kunst.
- 2018
Deutscher Tanzpreis
Auszeichnung mit dem Deutschen Tanzpreis.
Choreografien
- Ab 1970 Reihe Pantomime – Musik – Tanz – Theater (gemeinsam mit Dirk Scheper), Akademie der Künste, Berlin
- seit 1972 verschiedene kunstdidaktische Programme
- 1988 Gründung des Festivals“ Tanz im August“
- 1999 gemeinsam mit Thomas Langhoff verantwortlich für Konzeption und Programm des Festivals „Theater der Welt“ [https://www.adk.de/de/akademie/mitglieder/index.htm?we_objectID=51436 Konzepte und Produktionen Akademie der Künste, Auswahl], abgerufen 13. Dezember 2022
Filme und Dokumente
6. Tele-Tanzjournal
2003
Close-Up on Berlin
1996
Literatur und Weblinks
- Akademie der Künste (Hg.): Ins Offene / Into the Open: Nele Hertling. Neue Räume für die Kunst, Berlin 2022.
- Hertling, Nele / Hassemer, Volker: Europa eine Seele geben, Berlin/München/ Wien, 2014.
- See, Leonie / Wilder-Minzer, Ania (Hg.): Ich weiss, was ich will: Frauen, Kultur, Management, Berlin-Weißensee 1991.
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