Meinwärts

Bühnenwerke · Tanzlexikon

Meinwärts

Choreographie: Raimund Hoghe; Premieretheater: Hebbel am Ufer, 1994

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Über das Werk

Choreographie: Raimund Hoghe; Premieretheater: Hebbel am Ufer, 1994

Raimund Hoghes erstes Solo, “Meinwärts”, ist zugleich auch der erste Teil seiner deutschen Trilogie. 1994 entstanden, thematisiert das Stück die Zeit des Nationalsozialismus. Im Zentrum von Hoghes Auseinandersetzung steht die Biographie des ebenfalls nur knapp über 1,50 Meter großen jüdischen Sängers Joseph Schmidt, der 1942 in einem Schweizer Internierungslager zu Tode gebracht wurde. Neun Jahre zuvor hatte Schmidts Film “Ein Lied geht um die Welt“ Premiere gehabt. Wenn es in “Meinwärts” erklingt, stellt Hoghe ein Mikrophon in den Lichtkegel und legt sich dahinter ins Dunkle. Im nuanciert abgestuften Dunkel bleibt auch die Bühne in diesem Solo, dessen Titel sich einem Gedicht von Else Lasker-Schüler verdankt. In diesem ersten Stück, in dem er sich selbst auf der Bühne präsentiert, hängt sich Hoghe nackt an ein Trapez, zeigt so seinen von der Norm abweichenden Körper. Und schlägt damit ein wichtiges Thema auch seiner folgenden Stücke an: das der Verdrängung und Ausgrenzung Abweichender. (Klaus Kieser)

Menschen und Verbindungen

R
Choreograf

Raimund Hoghe

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