Anna Pocher

Personen · Tanzlexikon

Anna Pocher

Tänzerin; Schauspielerin; Choregrafin

*1953; Turin (Italien)

Pocher studierte Kunst- und Kunstgeschichte auf Lehramt an der „Accademiea Albertina delle Belle Arti“ in Turin.

9Choreografien
0Filme
2Videosequenzen
1Archivbilder

Biografie

Pocher studierte Kunst- und Kunstgeschichte auf Lehramt an der „Accademiea Albertina delle Belle Arti“ in Turin. Es folgte ihre Ausbildung in klassischem Tanz an der Schule der Ungarin Susanna Egri Erbstein (*1926) und in Modernem Tanz bei Jean Cebron an der Folkwang Hochschule in Essen. In London und New York setzte sie ihre Studien fort. Pocher tanzte u. a. im Ensemble des „Teatro Regio“, im Ballett von Susanna Egri und im „Collettivo di Danza del Teatro Novo“ sowie für das italienische Fernsehen. 1980 zog sie nach Bremen und schloss sich dem Tanztheaterensemble von Reinhild Hoffmann und Gerhard Bohner an. Hoffmann folgte sie später nach Bochum. Sie war bis 1986 eine der Haupttänzerinnen in den Choreografien von Hoffmann: Pocher tanzte in „Callas“, „Föhn“ und „Ich schenk‘ mein Herz“. In „Königinnen und Könige“ tanzte sie mit einer elf Meter langen Schleppe, in „Machandelbaum“ trat sie in Stöckelschuhen als närrische Hexe auf und spielte energisch mit einem Lederball. 1990 / 1991 tanzte sie bei „Neuer Tanz NRW“. Pocher schuf auch eigene Choreografien, so „Zeitfuge“ und „Vertont Vertanzt“, die auf Festivals wie dem „Gulbenkian Festival“ in Lissabon, Portugal, gezeigt wurden. 1990 bis 2019 unterrichtete sie Choreografie und Bewegungsausdruck am „Folkwang-Theaterzentrum“ am Campus Bochum. Sie inszenierte und choreografierte Tanztheaterstücke für Studierende unter anderem an der Folkwang-Universität und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Ihre eigenen Performances zeigte sie unter anderem in der psychiatrischen Klinik Bedburg-Hau. In der Spielzeit 2019/2020 war Pocher in der Inszenierung After Work von dem Regisseur, Dramaturg und Kurator Tobias Staab (*1981) zu sehen. Außerdem arbeitet sie als Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin für zeitgenössische Opern und Theaterregisseure, u.a. 1995 / 1996 für Leander Haussmann und Jürgen Gosch in Bochum. 2020 zeigte sie in Bochum eine Ausstellung ihrer neben der Arbeit als Tänzerin und Choreografin entstandenen Collagen. Seit 2021 ist Pocher Mitglied des „Bochumer Künstlerbunds“. (Gabriele Wittmann/Nele Lipp)

Lebensstationen

  1. 1953

    Geburt in Turin

    Anna Pocher wird in Turin geboren.

  2. 1980

    Tanztheater Bremen

    Umzug nach Bremen und Eintritt in das Ensemble von Reinhild Hoffmann und Gerhard Bohner.

  3. 1986

    Haupttänzerin

    Bis 1986 prägt sie als Haupttänzerin die Choreografien von Reinhild Hoffmann.

  4. 1990

    Neuer Tanz NRW

    Tanz bei Neuer Tanz NRW in den Spielzeiten 1990/91.

  5. 1990

    Lehre in Bochum

    Beginn ihrer Lehrtätigkeit für Choreografie und Bewegungsausdruck am Folkwang-Theaterzentrum.

  6. 2020

    Collagen

    Ausstellung ihrer Collagen in Bochum.

  7. 2021

    Bochumer Künstlerbund

    Mitglied des Bochumer Künstlerbunds.

Choreografien

  • 1999 Die Stunde da wir…
  • 1998 Ich tanz dir einen Tango (Anna Pocher)
  • 1997 Cirko (Anna Pocher)
  • 1995 Auf dem Tanzboden
  • 1992 Volx Muzak (Anna Pocher)
  • Vertont Vertanzt (Anna Pocher)
  • Identität und Begegnung
  • Zeitfuge (Anna Pocher)
  • Männerstück

Literatur und Weblinks

  • 1990 Vertont Vertanzt (Duett mit Liana Del Degan)
  • Zeitfuge
  • Les Jeux à Deux
  • Milonga
  • Totem und Tabu

Schauspielhaus Bochum

Diese Seite enthält aus urheberrechtlichen Gründen nur eine kleine oder keine Auswahl an Videos.
Der vollständige Beitrag ist nach einer Registrierung im Mediawiki zu sehen.