0Choreografien
2Filme
6Videosequenzen
1Archivbilder
Biografie
Hiesl wuchs in Venezuele, Perú und Bonn auf, studierte nach der Methode von Lee Strasberg „Method Acting“ in den USA und in Polen am „Institut Laboratorium“ von Jerzy Grotowski. 1975 zog sie nach Köln und studierte an der Sporthochschule „Elementaren Tanz“ und „Bewegungstheater“. 1997 gründete sie mit Roland Kaiser die „Angie Hiesl Produktion“ / später „Angie Hiesl + Roland Kaiser“. Das Label steht für interdisziplinäre Projekte an kunstfremden Orten. 1982 begann sie mit „Architektonischen Installationen“ im Grenzbereich zwischen Performance und Theater zu arbeiten. Hiesl arbeitet mit den Mitteln von Installation und Aktionskunst. Augenfällig ist dabei Auswahl der Auftrittsorte: So bespielt sie Bahnhöfe, Brücken, Schwimmbäder, Hauswände, Container und öffentliche Plätze. Hiesl transformiert menschliche Alltags- und Lebensräume. Mit ihren ortsbezogenen, den „site-specific works“, verwandelt sie temporär öffentliche in private und in damit auch in Kunsträume. Thematischer Mittelpunkt ist ihr Engagement gegen urbane und humane Zerstörungen, das Aufzeigen von Ordnung versus Chaos. So machte sie z. B. auf abbruchbedrohte Häuser in der Kölner Altstadt aufmerksam, indem sie deren Fassaden mit akrobatischen Kletterexperimenten erklomm. Ausgangspunkt ihrer Körperarbeit liegt im Sport. Die Lust an der Bewegung, ein spielerisches Herantasten an Grenzen und deren Überwindung sind zentrale Komponenten ihrer Performances. Nur selten beschränkt sie sich auf ein Ausdrucksmedium, sondern verknüpft Elemente aus experimentellem Tanz und Theater, Bildender Kunst und Musik. Hin und wieder gestaltet sie Aufführungen im Theater und zeigt ihre Kunstwerke in Ausstellungen. In verschiedenen Lehrtätigkeiten vermittelt Hiesl an internationalen Akademien und Hochschulen ihren künstlerischen Arbeitsansatz. Hiesl erhielt u. a. 1988 den „Internationalen Straßentheaterpreis“ für X-mal Mensch Stuhl, 2001 den „Kölner Ehrentheaterpreis“ und 2012 den „Künstlerinnenpreis des Landes NRW“. Im Bereich der Freien Darstellenden Künste.[https://angiehiesl-rolandkaiser.de/ueber/ Presseabteilung Hiesl] (Nele Lipp)Lebensstationen
- 1975
Köln
Umzug nach Köln und Studium von Elementarem Tanz und Bewegungstheater.
- 1982
Architektonische Installationen
Beginn von Arbeiten im Grenzbereich zwischen Performance und Theater.
- 1988
Internationaler Straßentheaterpreis
Auszeichnung für X-mal Mensch Stuhl.
- 1997
Angie Hiesl Produktion
Gründung der Angie Hiesl Produktion mit Roland Kaiser.
- 2001
Kölner Ehrentheaterpreis
Auszeichnung mit dem Kölner Ehrentheaterpreis.
- 2012
Künstlerinnenpreis NRW
Auszeichnung mit dem Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
Choreografien
Filme und Dokumente
Tanz unterwegs: Angie Hiesl
2005
6. Tele-Tanzjournal
2003
Literatur und Weblinks
- 2022 Aufgelöst
- 2022 Talk in Public #01. Endstation Armut?
- 2021 War schön, kann weg… Alter(n) in der darstellenden Kunst
- 2021 Unfassbar
- 2021Forks in the City
- 2019 Ich!
- 2017 Fat Facts
- 2014 Aquamarin
- 2011 Dressing the City und mein Kopf ist mein Hemd
- 2013 ID-clash
- 2010 Pick’n’Place
- 2008 china-hair-connection Peking Köln
- 2007 Makadam
- 2003 Familie und Zuhause (Angie Hiesl)
- 2001 ZWILLINGE – how do I know I am me… (Angie Hiesl)
- 1997 Kachelhaut I (Angie Hiesl)
- 1995 x-mal Mensch Stuhl (Angie Hiesl)
- 1989 Rhein…Rhein…Rot…Rhein
- 1989 Chlor
- 1987 Abschied und Ankunft
- 1986 Hängende Dame im Wohnzimmer
- Wie weiß ich, dass ich ich bin (Angie Hiesl)
- Zwillingsprojekt (Angie Hiesl)
- Hiesl, Angie/Kaiser, Roland: x-mal Mensch Stuhl, Dortmund 2020.
- Hiesl, Angie/Kaiser, Roland: War schön, kann weg, Berlin 2022.
- Hiesl, Angie/Kaiser, Roland: china-hair-connection: beijing – cologne, Köln 2010.
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