20.–21. JahrhundertZeitraum
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Über das Thema
Die Basis des professionellen Tanzlebens in Deutschland ist die Integration von ca. 80 Tanzkompanien an den deutschen Stadttheatern. Derzeit arbeiten etwa 1500 Tänzer in diesen Strukturen. Bedingt durch die nur sehr langsam modernisierte Ausbildungssituation im Land kommen über 70 % der Tänzer an den deutschen Stadttheatern aus dem Ausland. Üblicherweise erhalten sie am Stadttheater 1-Jahresverträge. Die Gage für Gruppentänzer entspricht in etwa der Gage von Facharbeitern in einer Fabrik und ist der Gage von Chorsängern gleichgestellt. Das ästhetische Profil der Kompanien ist geprägt von deren Chefchoreographen. Mit ihm werden pro Jahr 1-3 neue Tanzproduktionen erarbeitet. Dies sind im wesentlichen Neukreationen. In den meisten Stadttheatern wird das Ballett noch in der Oper und im Schauspiel eingesetzt. In den größeren Ensembles gibt es einen sogenannten Repertoire-Betrieb, d.h. dass Tanzstücke aus vergangenen Spielzeiten oder Stücke von anderen Kompanien und Choreographen wiedereinstudiert und gezeigt werden. Die Besetzung der Stelle des Chefchoreografen obliegt dem jeweiligen Intendanten des Theaters. Statistisch gesehen wechselt alle 5 Jahre die Ballettleitung an den Städtischen Bühnen. Jeder Wechsel ist mit einer enormen Fluktuation in der Besetzung der Ensembles verbunden. Seit den 1980er Jahren beleben unzählige unabhängige Tanzkompanien das deutsche Tanzleben. Die so genannte „Freie Szene“ arbeitet außerhalb etablierter Theaterstrukturen und finanziert sich meist aus Projektmitteln kommunaler Kulturetats und durch Sponsoren ohne jegliche finanzielle Absicherung über das Einzelprojekt hinaus. Die dort arbeitenden Tänzer finanzieren sich häufig durch Lehrtätigkeit im Tanz. (Heide-Marie Härtel)Ausgewählte Filme
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