Über das Werk
Choreographie: Yvonne Georgi, 1958
Ein bläulich, grünlich oder rötlich schimmerndes Rad hängt über der Bühne, darunter befinden sich Tänzer in verschiedenfarbigen Trikots. Sie beginnen ein faszinierendes Spiel wechselnder Positionen: Permanent verändern sich die Konstellationen der Tänzer, sie tauchen auf und verschwinden wieder. Yvonne Georgi demonstriert in ihrer 1958 erarbeiteten Choreographie “Evolutionen” Tanz um seiner selbst willen; im neoklassischen Duktus führt sie Bewegungen der Schultern, Hände, Arme und Beine vor und lässt die Auftritte der Tänzer und ihre verschiedenen Formationen als etwas fast Beiläufiges erscheinen; ein zeitgenössischer Kritiker sah die Tänzer “dem Rhythmus der Zeit als bindendem Element” verfallen. “Evolutionen” nimmt im Ballett der 50er Jahre auch insofern eine besondere Stellung ein, als es zu elektronischer Musik geschaffen wurde. Henk Badings’ Komposition ist in traditionelle Tanzformen unterteilt und verleiht so dem tänzerischen Geschehen eine gewisse formale Strenge. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen
Yvonne Georgi
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