Über das Werk
Choreographie: Helena Waldmann; Premieretheater: Staatstheater Darmstadt (Kleines Haus), 2002
Pinguine trippeln umher, wackeln mit ihren kurzen Flügeln, sie springen ins Wasser, attackieren sich gegenseitig, die einzige Pinguindame wird von fünf Pinguinmännern umworben. Mit ihrem Schnee-und-Eis-Stück “Die Invasion der Pinguine” hält Helena Waldmann den Zuschauern einen Spiegel vor: Pinguine sind keineswegs die putzigen Tierchen, deren Gang dem der Menschen ähnlich sieht; sie reagieren genauso wie wir auf Stresssituationen und zeigen analoge Verhaltensmuster. Zu dieser 2002 geschaffenen Arbeit, in der die unwirtliche antarktische Welt durch eingespielte Videos gekennzeichnet wird – wurde die Choreographin von einer wahren Begebenheit inspiriert, als sich nämlich eine Reihe von Pinguinen in einer Siedlung am Kap der Guten Hoffnung ansiedelte, nachdem sie eine losgelöste Eisscholle nach Norden, an die Südspitze Afrikas, befördert hatte. Wie sehr sich die Pinguine verändert haben, deutet der Schluss an: Die Pinguine beginnen zu angeln. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Helena Waldmann
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