Über das Werk
Choreographie: Kurt Jooss. Premiereensemble: Folkwang Ballett (Theatre des Champs-Elysees), 1932
Als pazifistisches Antikriegsballett erlangte „Der grüne Tisch“ Weltruhm (Musik: Fritz Cohen). Kurt Jooss choreographierte das Werk 1932 für einen Wettbewerb in Paris, gewann mit ihm den ersten Preis und erhielt so die Chance, mit seiner Kompanie, den Ballets Jooss, weltweit auf Tournee zu gehen. Der Tod, eine eindrucksvolle, zwischen Kriegsgott und Schnitter oszillierende Gestalt, rafft in diesem »Totentanz in acht Bildern« all jene dahin, die wie Soldaten, deren Mütter und Frauen, in der Maschinerie des Krieges gefangen sind. Am Leben bleiben die Verursacher, die schwarzen Herren am grünen Tisch, die im letzten Bild dort weitermachen, wo sie im ersten aufgehört haben. Kurt Jooss integrierte in diesem dramatischen Tanztheater, einem der wenigen Werke, die aus der Ära des Ausdruckstanzes überlebt haben, klassischen und modernen Tanz, alltägliche und stilisierte Bewegungen. Das humanistisch geprägte Ballett wurde zum Markenzeichen von Kurt Jooss und wird bis heute aufgeführt. (Klaus Kieser)
Filme zum Werk
Beweg-Gründe
arte · 2001
Folkwang Tanz
1993
Ansichten über die Liebe, die Macht und den Tod
1985
Menschen und Verbindungen

Kurt Jooss
Der Choreograf schuf mit Der grüne Tisch eines der bedeutendsten Werke des Tanztheaters.
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