Über das Werk
Choreographie: Stephan Thoss; Premieretheater: Staatsoper Hannover, 2003
Mit bäuerlichen Hochzeitsszenen aus dem alten Russland hat Stephan Thoss’ Adaption von “Les Noces” nichts zu tun. Vielmehr hingegen mit dem russischen Konstruktivismus, deren geometrischen Formen und den kinetischen Skulpturen von László Moholy-Nagy, die hier Pate standen für eine mobile atmosphäreschaffende Installation von Till Kuhnert. Für “Incantations” erweitert Thoss Igor Strawinskys Komposition “Les Noces” um Teile aus dessen “Orpheus” sowie Musiken von Aleandre Rabinovitch (dessen Werk dem 2003 uraufgeführten Stück den Namen gab) und Alexandr Raskatow. Sie markieren die Teile dieses Balletts vom Trennen, Suchen, Finden und Erkennen. Visualisiert werden sie auch in zwei Paaren, von denen das eine zueinanderstrebt, im anderen seine Ergänzung sucht, während das andere einander flieht und trotzdem zusammenfindet, da es sich, wie jeder Mensch, vervollkommnen will. Ein ewiger Kreislauf ist damit eingeläutet, versinnbildlicht in Kreisformen. (Klaus Kieser)
Menschen und Verbindungen

Stephan Thoss
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